1. FC Magdeburg: Stolperfalle Großaspach

Kann der FCM die Auswärtsbilanz aufbessern?

Christian Beck vor Kai Gehring

Am Samstag gibt es ein Wiedersehen zwischen Christian Beck (l.) und Kai Gehring. ©Imago images/Christian Schroedter

Die Gegensätze könnten größer nicht sein. Auf der einen Seite der ehemalige Europapokalsieger aus Magdeburg, deren Fans gerne von sich behaupten die „Größten der Welt“ zu sein. Auf der anderen Seite der beschauliche Dorfklub aus Großaspach, der vor Kurzem sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Am Samstag treffen die so ganz unterschiedlichen Klubs aufeinander.

Für den FCM ist es ein Duell der jüngeren Geschichte. Sechs Spiele gab es gegen den selbsternannten Dorfklub seit 2015, vier Siege für die Magdeburger. Allerdings: Zwei von drei Auswärtsspielen in der mechatronik Arena verlor der FCM. In der vergangenen Saison gab es gleich am ersten Spieltag eine empfindliche 1:4-Niederlage.

Pläne auf beiden Seiten

Gewarnt sollten die Elbestädter also sein – und sind es auch, was allerdings weniger an historischen Daten, sondern an der aktuellen Herangehensweise des Gegners liegt. Ein „hektisches, wildes Spiel“, erwartet etwa Trainer Stefan Krämer, wie er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel sagte. Seine Mannschaft habe sich präpariert und zeigte dabei eine „unheimliche Präsenz und Giftigkeit auf dem Platz“, gibt sich Krämer zufrieden mit der Trainingswoche.

Untätig war allerdings auch der Gegner nicht. Mit ihren „Attributen und Waffen“, so Großaspachs Trainer Oliver Zapel, will die SG den FCM in die Schranken weisen. „Wir haben einen richtig guten Plan und im Training bereits gesehen, dass dieser funktionieren kann.“

Kann der FCM nachlegen?

Ergiebige Übungen liegen also allem Anschein nach hinter beiden Mannschaften. Für den 1. FC Magdeburg ist die Motivation klar: Er muss zeigen, dass er endlich Konstanz in seine Leistungen bringt. Noch nie hat er in dieser Saison zweimal in Folge gewonnen.

Sind die Magdeburger zuhause bemerkenswert stabil, sind sie auswärts nur Durchschnitt, mit lediglich einem „Dreier“ in acht Spielen auf Reisen. Speziell gegen die überfallartig agierenden Großaspacher könnte die Schwäche in der ersten Halbzeit zum Problem werden.

Interessante Auswärtsbilanz

Auswärts steht in den ersten 45 Minuten eine Bilanz von 1:5 Toren zu Buche – kein Drittligist ist in dieser Hinsicht ungefährlicher. Magdeburg ist deshalb auch das einzige Team der Liga, das in der Fremde noch nie zur Pause in Führung lag.

Interessanterweise sieht die Bilanz in der zweiten Halbzeit komplett anders aus: Nur ein Gegentor kassierte der FCM bisher nach dem Wiederanpfiff auf fremden Plätzen. Das Spiel lange offenhalten, um im richtigen Moment zuzuschlagen, könnte also eine gute Herangehensweise für die „Größten der Welt“ sein, um einen Sieg zu erringen, in der Tabelle weiter Boden gutzumachen und den direkten Vergleich gegen Großaspach aufzupolieren.

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