1. FC Magdeburg: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Brunst, Kvesic & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 17.11.2020 | 13:40
Alexander Brunst gibt Kommandos.

Alexander Brunst wechselte im Sommer erstmals in seiner Karriere ins Ausland. ©imago images/Christian Schroedter

Insgesamt zwölf Spieler gab der 1. FC Magdeburg im Sommer ab, wobei manche dieser Akteure bereits im Vorjahr auf Leihbasis anderweitig ihr Glück suchten. Wo sie mittlerweile sind und wie es für sie läuft, zeigt unsere Übersicht.

Marius Bülter
Sieben Treffer erzielte Bülter im Vorjahr für Union, kein Wunder also, dass der Bundesligist die Kaufoption für den Angreifer zog. Mit einem Tor zum Auftakt gegen Augsburg direkt treffsicher, sanken seine Einsatzzeiten zuletzt. Nach einem positiven Corona-Test Anfang November vorerst in Quarantäne.

Alexander Brunst
Im Vorjahr verlor der gebürtige Hamburger seinen Stammplatz an Morten Behrens, mehr Spielzeit erhoffte er sich von einer Vertragsunterschrift in Dänemark. Beim Erstligisten Vejle BK sitzt er allerdings erneut auf der Bank und ist die Nummer zwei hinter dem Niederländer Indy Groothuizen. Darf dafür im Pokal ran und avancierte dort in der 3. Runde mit zwei parierten Elfmeter gegen Braband zum Matchwinner.

Rico Preißinger
Schloss sich Magdeburgs Liga-Konkurrenten Ingolstadt an. Hatte dort zu Anfang mit Verletzungssorgen zu kämpfen, wirkte bei vier Einwechslungen jedoch als belebendes Element und stand am Wochenende in Mannheim erstmals in der Startelf. Brach sich bei der 1:4-Niederlage allerdings nach rund 15 Minuten das Schlüsselbein und wird in diesem Jahr nicht mehr auflaufen können.

Pascal Schmedemann
Beim Eigengewächs schlug Hannover 96 für seine Zweitvertretung in der Regionalliga zu. Zum Saisonauftakt noch Stammspieler und an sechs der ersten sieben Spieltage jede Sekunde im Einsatz, fehlte er in den letzten beiden Spielen im Kader.

Marcel Costly
Unumstrittene Stammkraft auf dem rechten Flügel von Waldhof Mannheim. Verpasste noch keine Drittliga-Minute, auch nach der Umstellung von einem 4-2-3-1 auf ein 3-4-3-System unter Patrick Glöckner gesetzt. Mit zwei Treffern und zwei Vorlagen nach neun Spieltagen schon jetzt torgefährlicher als im Vorjahr (zwei Tore in 22 Einsätzen für den FCM).

Mario Kvesic im FCM-Dress

Für Mario Kvesic läuft die Klubsuche derzeit noch. ©imago images/Christian Schroedter

Anthony Roczen
Löste seinen Vertrag auf und heuerte in Mannheim an. Hat allerdings noch mit den Folgen eines Innenbandrisses im Knie zu kämpfen, den er sich in der Vorbereitung zuzog und stand noch nicht im SVW-Kader. Wird dort im Sturmzentrum mit Dominik Martinovic (vier Tore & drei Assists) aber formstarke Konkurrenz vor sich haben.

Björn Rother
Für den Abräumer ging es zu Hansa Rostock und damit zurück zu Ex-Magdeburg-Coach Jens Härtel. Gehört an der Ostsee zum erweiterten Stammpersonal – fünf Mal Startelf bei sieben Einstätzen – hat mit Jan Löhmannsröben und Bentley Baxter Bahn aber auch starke Konkurrenz.

Mario Kvesic
Ein Spielmacher hätte Magdeburg an den ersten zehn Spieltagen durchaus gut getan, in Person von Kvesic ließ man solch einen Spielertypen nach einem Jahr mit einigen Verletzungssorgen ziehen. Einen neuen Klub hat der 28-Jährige noch nicht gefunden. Kein Einzelschicksal, wie der Blick auf die weiteren Abgänge zeigt.

Charles-Elie LaprevottePatrick Möschl und Tarek Chahed verließen Magdeburg ebenfalls im Sommer, haben aber noch keine neue Mannschaft gefunden. Etwas anders stellt sich die Situation bei Marvin Temp dar, der nach seiner Vertragsauflösung künftig den Fokus auf eine Karriere abseits des Fußballplatzes legen möchte.

Manfred Osei Kwadwo
Fast wäre auch der Flügelflitzer unter den derzeit vereinslosen Ex-Magdeburger aufgetaucht: Erst in der Vorwoche schlug Waldhof Mannheim zu und lotste damit den dritten Akteur mit FCM-Vergangenheit in diesem Jahr an den Alsenweg. Dort soll der Rechtsfuß zum Deckel auf dem Topf werden.

Wer wurde bei Deinem Klub verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.