1. FC Magdeburg: Wollitz bei Training skeptisch

Widerspruch zum Solidaritätsgedanken

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2020 | 08:41

Pele Wollitz vom 1. FC Magdeburg

Pele Wollitz ist wie seine Spieler auf das eigene Heim beschränkt. ©Imago images/Jan Huebner

Die DFL beschloss gestern für die 1. und 2. Bundesliga  den Spielbetrieb noch bis mindestens 30. April auszusetzen und empfahl allen Mannschaften auch das Training auf dem Platz bis 5. April zu unterlassen. Einige Teams hatten schon wieder in Kleingruppen mit Ball geübt. Auch in der 3. Liga befassen sich Vereine mit dieser Option.

Moralisch fragwürdig

Der Trainer des 1. FC Magdeburg, Pele Wollitz, sieht die Sache allerdings zwiespältig. "Fußballspezifisch bringt Gruppentraining immer mehr. Auch wir haben uns damit beschäftigt. Ich halte es aber moralisch für fragwürdig. Das passt einfach nicht in eine Zeit, wo alle über Solidarität sprechen.", so der 54-Jährige in der "Bild" (Ausgabe vom 01.04.2020).

Daher will man beim FCM noch bis mindestens 19. April, wenn das bisherige Kontaktverbot endet, auf Individual-Training setzen. Wie es in der Liga weitergeht, ist auch für Wollitz schwer einzuschätzen. Für ihn müsse die Saison aber unbedingt am 30. Juni beendet sein, da alles andere sportlich kaum vorstellbar sei.

Sein Geschäftsführer Mario Kallnik hatte dagegen noch vor zwei Wochen im Notfall eine Annullierung der ganzen Saison ins Spiel gebracht, so dass es im Sommer oder Herbst zu einem Neustart käme.

Egal ob Wiederholung der Spielzeit oder Beginn einer Neuen, für den FCM wohl in jedem Fall ein personeller Umbruch im Kader an, da elf Spieler einen auslaufenden Vertrag haben.

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