1. FC Magdeburg: Wollitz deutet Verständigungsprobleme an

"Ehrlichkeit ist auch nicht immer richtig."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 24.02.2020 | 07:48

Pele Wollitz beim 1. FC Magdeburg

Klare Ansagen - aber ist Pele Wollitz manchmal zu direkt? ©Imago images/Christian Schroedter

Am Ende wusste Claus-Dieter "Pele" Wollitz nicht, ob er mit dem 1:1 beim TSV 1860 München wegen der vielen vergebenen Großchancen hadern sollte oder doch Freude angebracht war, dass Morten Behrens mit einer starken Parade den Punkt rettete.

Wie man es aber auch dreht oder wendet: Durch das Remis in München-Giesing ist der FCM nun schon seit acht Spielen sieglos, Wollitz wartet weiter auf seinen ersten "Dreier" als Magdeburger Trainer. Selbst lässt der Fußballlehrer, bekanntlich ein Freund klarer Worte, durchblicken, dass noch nicht alles rund läuft an der Elbe.

"Da kommt ein Trainer, der die Sachen immer klar anspricht und es mit Ehrlichkeit versucht. Aber Ehrlichkeit ist auch nicht immer richtig. Damit kann man vielleicht den einen oder anderen Spieler mehr verunsichern, was ich eigentlich gar nicht will. Ich glaube, dass wir langsam wachsen, uns besser zu verstehen, wie ich das meine", gab der Fußballlehrer im MDR tiefe Einblicke über die Verständigung zwischen ihm und der Mannschaft.

Diskrepanz zu groß?

Der FCM befindet sich also in einem Prozess, der in der Winterpause komplett neu gestartet werden musste. Zu groß war scheinbar der Cut, weg vom moderaten Spielerfreund Stefan Krämer, hin zum detailversessenen Arbeiter Wollitz, dessen direkte Art allem Anschein nach noch für einen Teil der Spieler befremdlich ist.

Wie schnell die selbsternannten "Größten der Welt" wieder in die Spur finden, hängt zu einem Teil auch damit zusammen, wie schnell Wollitz zum Dolmetscher werden kann und die Verständigungsprobleme mit seiner Mannschaft löst.

Dass sich der 54-Jährige jedenfalls selbstkritisch zeigt, die Mannschaft lobt, an der Seitenlinie für die Interessen seines Teams einsteht und zwar so vehement, dass er gegen die Münchner Löwen die gelbe Karte erhielt, müsste zumindest auch den Spielern signalisieren, dass es hier einer ernst meint, mit ihnen und ihrer Weiterentwicklung.

Ob die Maßnahmen des Trainer Früchte tragen, wird sich dann am kommenden Samstag zeigen. Dann gastiert der Tabellenletzte aus Jena in der MDCC-Arena - ein Sieg ist dabei Pflicht für die Wollitz-Elf.

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