1. FC Saarbrücken hofft auf mehr Räume

Aufsteiger will "wieder zwingender werden"

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.2020 | 09:07
Lukas Kwasniok beim 1. FC Saarbrücken

Lukas Kwasniok mahnt zur Ruhe. ©Imago images/Jan Huebner

Zwei Niederlagen in Folge setzte es für den 1. FC Saarbrücken. Zuletzt ging der Aufsteiger sichtlich und hörbar angefressen vom Platz, als eine 0:1-Pleite gegen den KFC Uerdingen zu Buche stand.  Der FCS war bei seinem Auswärtsspiel dazu verdonnert, das Spiel zu machen, was er nur zaghaft anging und so kaum in des Gegners gefährliche Räume kam.

Gegen Duisburg soll aber genau das wieder möglich sein. „Ich gehe davon aus, dass der MSV deutlich aktiver agieren wird“, so FCS-Trainer Lukas Kwasniok. „Das könnte für uns den einen oder anderen Raum öffnen.“

Risiko oder Geduld?

Zu welcher Leistung die Saarländer dann imstande sind, haben sie in der laufenden Saison bereits gezeigt. Abwartend und dann eiskalt zuschlagend gewannen sie so gegen 1860 München, dem letzten Sieg, der vom 6. Spieltag datiert. Bei nur einem Tor in den letzten beiden Partien sei die Frage gestellt, wo es denn momentan hakt, beim FCS.

„Wir hatten zuletzt Probleme im letzten Drittel. Da erwarte ich, dass die Mannschaft Risiko geht und auch einmal Fehler macht. In diesem Bereich müssen wir wieder zwingender werden“, gibt Kwasniok einen Einblick in seine Planungen für die Partie gegen Duisburg.

An der Wedau gibt es jedenfalls etwas zu holen für Saarbrücken. Keins seiner beiden Heimspiele konnten die Zebras bisher gewinnen. Auch wenn Kwasniok gegen Duisburg offiziell mehr Risiko gehen will, könnte sich ein Geduldsspiel entwickeln.

Duisburg ist der einzige Drittligist, der in der ersten Halbzeit noch kein Gegentor kassierte, während er zwischen der 46. und der 75. Minute derer gleich sieben hinnehmen musste – nur der VfB Lübeck ist in diesem Zeitraum noch anfälliger.

Für den FCS könnte sich also genau dann die Chance ergeben, wieder eiskalt zuzuschlagen und will sich dabei „nicht aus der Ruhe bringen lassen“, wie Kwasniok appelliert. Ob Saarbrücken das gelingt, zeigt sich am heutigen Mittwoch, wenn um 19 Uhr angestoßen wird.