1. FC Saarbrücken ist kein Underdog mehr

Entwicklung bleibt Konkurrenz nicht verborgen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 14.11.2020 | 09:18
Nicklas Shipnoski (l.) jubelt mit Fanol Perdedaj.

Zum dritten Mal in Folge trug Nicklas Shipnoski (l.) zwei Scorerpunkte in einem Spiel bei. ©imago images/Revierfoto

Bereits nach der Freitagspartie stand fest, dass der Tabellenführer der 3. Liga auch nach dem 10. Spieltag der 1. FC Saarbrücken sein wird. Mit 2:0 hatte der Aufsteiger da gegen Viktoria Köln gewonnen und seinen Vorsprung auf das zweitplatzierte 1860 München zu diesem Zeitpunkt auf fünf Punkte ausgebaut.

Das Wort „Spitzenmannschaft“ vermied FCS-Trainer Lukas Kwasniok im Anschluss gegenüber Magenta Sport zwar, auch die Saisonziele nach oben zu korrigieren war ihm fremd. Nach etwas mehr als einem Viertel der Saison werden die Töne aber doch ein klein wenig forscher. „Wir werden jetzt nicht kampflos eine gute Position hergeben, also herschenken“, hat Kwasniok nichts dagegen, wenn es sich der Aufsteiger auch in den kommenden Wochen und Monaten auf einem der vorderen Plätze bequem macht.

Stark gegen Teams aus dem ersten Tabellen-Viertel

Mit 0,90 Gegentoren pro Partie die zweitbeste Defensive der Liga sowie 1,90 Toren pro Begegnung den zweitbesten Angriff, sind die Gründe für den starken Saisonstart Saarbrückens vielfältig und in allen Mannschaftsteilen zu finden.

Auffällig auch: Gegen die anderen Spitzenteams der Liga hielten sich die Saarländer bislang schadlos. Vor dem Auswärtssieg bei der Viktoria punkteten sie bereits gegen 1860 München und Hansa Rostock jeweils dreifach, mit Ingolstadt war nur eine Mannschaft der derzeitigen Top-5 noch nicht Gegner des Aufsteigers.

Entwicklung bleibt anderen Klubs nicht verborgen

Dass die Konkurrenz genau mitbekommt, welche Entwicklung Saarbrücken in kürzester Zeit durchmachte, verdeutlichen unterdessen die Aussagen von Viktoria-Coach Pavel Dotchev nach der Partie. Während Kwasniok den Begriff Spitzenmannschaft nämlich nicht in den Mund nahm, tat dies Dotchev gleich zwei Mal.

Auch Rüdiger Rehm dürfte dabei aufgehorcht haben, der Trainer von Wehen Wiesbaden ist mit seinem Team der nächste Gegner des FCS. Während die Saarländer gegen die Hessen nichts herschenken wollen, tat das der SVWW bisher in beiden Spielen gegen Aufsteiger: Sowohl gegen Verl als auch Türkgücü kam der nächste Gegner Saarbrückens nicht über Unentschieden hinaus.