1. FC Saarbrücken: Personalplanung vorerst abgeschlossen

Neuzugänge an eine Bedingung geknüpft

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 22.09.2020 | 09:40
Boné Uaferro im Training

Bis Boné Uaferro wieder eine Option darstellt, wird es noch etwas dauern. ©imago images/Jan Huebner

Ein Punktgewinn gegen Mitaufsteiger Lübeck bildete für den 1. FC Saarbrücken den Start in die 3. Liga. Um die neue Spielklasse in Angriff zu nehmen, stehen Trainer Lukas Kwasniok derzeit 26 Spieler zur Verfügung. Dabei könnte es auch bleiben, wie Sportdirektor Jürgen Luginger nun verriet.

Natürlich nicht, ohne sich die obligatorische Hintertür offenzuhalten: „Wenn uns kein Spieler mehr verlässt, werden wir auch keinen Spieler mehr holen“, gab er nun in der Bild (Ausgabe vom 22.09.2020) einen Einblick in die weiteren Personalplanungen. Da Abgänge derzeit allerdings nicht in Sicht sind, scheint das Gerüst für die Saison 2020/21 im Saarland zu stehen.

über die Ausfallzeit von Boné Uaferro
„ Wir rechnen damit, dass Boné in vier, fünf Wochen wieder dabei sein könnte. ”
FCS-Sportdirektor Jürgen Luginger

Das umfasst auch den derzeit verletzten Boné Uaferro. Nach einem Meniskus-Einriss musste sich der Verteidiger unters Messer legen, was laut Luginger einen positiven Befund nach sich zog: „Bei der Operation zeigte sich, dass der Meniskus geglättet werden konnte. Das sollte nicht so schlimm sein und lange dauern. Wir rechnen damit, dass Boné in vier, fünf Wochen wieder dabei sein könnte.“

Flexibilität wiegt geringe Kadergröße auf

Externer Ersatz ist also nicht geplant, stattdessen soll der Ausfall des Eckpfeilers auch weiterhin intern aufgefangen werden. Christopher Schorch und Marin Sverko kommen hierfür in Frage, wobei in Lübeck Schorch den Vorzug in der Innenverteidigung erhielt und Sverko auf seiner gelernten Position als linker Außenverteidiger eingesetzt wurde.

Ganz ohne Risiko ist der überschaubare 26-Mann-Kader zwar nicht, wird ein Stück weit aber durch die darin enthaltene Flexibilität abgeschwächt. Genau wie Sverko kann beispielsweise auch Sebastian Bösel – eigentlich im defensiven Mittelfeld zu Hause, gegen Lübeck aber Rechtsverteidiger – im defensiven Zentrum eingesetzt werden. Positionswechsel machen es dem Gegner erfahrungsgemäß schwer, sich auf ein Spiel einzustimmen, können aber auch das eigene Personal verwirren.

Am kommenden Samstag wird mit Hansa Rostock ein Gegner ins Saarland kommen, bei dem diese Flexibilität noch ein ganzes Stück ausgeprägter ist. Zudem wird die FCS-Defensive dort besonders gefordert sein. Abgänge und als Reaktion darauf Neuzugänge scheinen nach Lugingers Aussagen dabei jedoch nicht sehr wahrscheinlich zu sein.