1860 München: Bierofka unzufrieden

Sieglos-Serie geht gegen Würzburg weiter

Wartet seit vier Spielen auf einen Sieg: 1860-Trainer Daniel Bierofka.

Auf Löwen-Coach Daniel Bierofka wartet jede Menge Arbeit. ©Imago/Jan Huebner

Tabellenplatz acht nach rund einem Viertel der Saison, für einen Aufsteiger eigentlich eine gute Ausbeute. Doch Zufriedenheit will sich bei 1860 München nicht einstellen. Trainer Daniel Bierofka hadert – nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit – mit seiner Mannschaft.

München hat ein Problem mit Führungen

Rund fünf Minuten nach einem Platzverweis gegen Kickers-Mittelfeldspieler Dave Gnaase erzielte Adriano Grimaldi die Führung, 25 Minuten waren noch zu spielen. Statt das Spiel zu beruhigen und die Sieglos-Serie von drei Spielen zu beenden, agierten die Löwen einmal mehr kopflos und kassierten noch den Ausgleich.

„Da fehlen mir die Worte. Wir lassen uns einfach von den Emotionen treiben, alle denken nur nach vorne, wollen das 2:0 machen. Jeden Ball haben wir sofort in die Spitze gespielt“, schimpfte Bierofka nach dem 1:1 gegen Würzburg auf der vereinseigenen Homepage.

Die Münchner haben aktuell ein Problem mit Führungen. In den letzten vier Spielen erzielten sie immer das wichtige 1:0, doch zu einem Sieg reichte es nie. Dazu kommt die magere Torausbeute. Mehr als ein Treffer wollte den Löwen in jeder der letzten drei Partien nicht gelingen. Gepaart mit den defensiven Sorgen wird es so schwer, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.

Grimaldi/Ziereis als Lösung?

Für Torgefahr könnte bald wieder Markus Ziereis sorgen. Nach auskuriertem Außenbandanriss hat der Angreifer aber noch Trainingsrückstand. Ob es für das Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten Meppen schon reicht, ist fraglich. Nach der dann folgenden Länderspielpause dürfte Ziereis aber wieder mitmischen.

Bierofka braucht den Stürmer, der in der vergangenen Saison 14 Tore in der Regionalliga erzielte. Grimaldi erzielte zwei der drei Münchner Tore in den vergangenen drei Partien, der Deutsch-Italiener gibt derzeit den Alleinunterhalter im Sturm.

Sascha Mölders kommt über Kampf und Einsatz, Torgefahr geht ihm in dieser Spielzeit aber noch ab. Der bullige Mittelstürmer kann erst einen Treffer vorweisen.

Eine Doppelspitze Grimaldi/Ziereis könnte den Druck des Toreschießens auf den Rest der Mannschaft reduzieren, damit diese auch defensiv wieder kompakt steht. Dann wäre auch Bierofka wieder zufrieden.

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