1860 München: Bierofkas Sonderlob für Talent Belkahia

19-Jähriger mit gutem Debüt gegen Ingolstadt

Semi Belkahia (r.) im Zweikampf mit Ingolstatds Charlison Benshop.

Empfahl sich bei seinem Debüt für höhere Aufgaben: Münchens Semi Belkahia (r.). ©Imago/MIS

Zu großen Teilen hat Daniel Bierofka seine Stammelf gefunden. Trotzdem nutzte der Löwen-Trainer die Länderspielpause, um Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben. Beim 2:1-Sieg über den Zweitligisten Ingolstadt stach besonders Semi Belkahia hervor.

Der 19-Jährige, im Nachwuchs des FC Bayern und der TSG Hoffenheim ausgebildet, wechselte im Sommer aus der Regionalliga vom VfR Garching an die Grünwalder Straße. Bisher schaffte er es noch nicht in den Spieltagskader, kann lediglich sieben Einsätze für die zweite Mannschaft in der Bayernliga vorweisen.

Bierofkas Vertrauen zahlt sich aus

Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern, wie Bierofka auf der vereinseigenen Homepage andeutete: „Er hat eine gute Entwicklung genommen. Das hat Semi heute gezeigt. Er wird seinen Weg machen, auch wenn es unter Wettkampfstress nochmals was anderes ist.“

Bei seinem Debüt war Belkahia neben Torhüter Johann Hipper der einzige Akteur, den Bierofka über 90 Minuten einsetzte. Mehr Torgefahr nach Standards, hatte Linksverteidiger Phillipp Steinhart im Interview mit Liga-Drei.de im Vorfeld der Partie eingefordert.

Das setzte Belkahia stark um, stand nach einem Eckball von Steinhart goldrichtig und staubte in Mittelstürmer-Manier eiskalt zum zwischenzeitlichen 2:0 ab. Mit etwas mehr Genauigkeit hätte er in der Schlussphase fast einen Doppelpack geschnürt, doch nach einem Seitfallzieher scheiterte er am Pfosten.

Freude & Mahnung

„Das gibt ihm Selbstvertrauen“, freute sich Bierofka über den Treffer, nahm den Youngster im gleichen Atemzug aber auch in die Pflicht: „Er ist sehr introvertiert, muss seine Stärken noch besser zur Entfaltung bringen.“

Wie in der Szene in der 68. Minute, als er im Strafraum zu ungestüm in den Zweikampf mit Fatih Kaya ging und so einen Elfmeter verschuldete, den die Schanzer zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer nutzen konnten. Trotzdem zeigte der 19-Jährige, dass er eine Option für den Liga-Alltag sein kann.

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