1860 München: Der Glaube ist noch da

"Im Fußball passieren die tollsten Dinge."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2020 | 08:56

Michael Köllner bei 1860 München

Michael Köllner impft seiner Mannschaft auch vor dem Saisonfinale Selbstvertrauen ein. ©Imago images/Christoph Worsch

Als der TSV 1860 München in der laufenden Saison zwischenzeitlich Rang drei erreichte, tönte Angreifer Sascha Mölders: "Davon wird uns niemand mehr verdrängen." Von den folgenden fünf Spielen gewannen die Löwen allerdings nur noch eins, landeten wieder im Tabellen-Mittelfeld - doch der Traum vom Aufstieg ist noch nicht ausgeträumt.

Speziell nach dem gestrigen 4:2-Sieg in Großaspach schöpfte der Traditionsklub neuen Mut. „Ich habe der Mannschaft immer gesagt: Glaubt nicht, was andere sagen. Im Fußball passieren die tollste Dinge", gibt Trainer Michael Köllner auf der Vereinshomepage einen Einblick in seine Herangehensweise in den letzten Wochen.

Auf Platz sieben liegend geht 1860 nun in den letzten Spieltag, hat nur zwei Punkte Rückstand auf den FC Ingolstadt auf Rang vier, der zur Relegation berechtigt, da der FC Bayern II bekanntlich vorneweg marschiert, aber nicht aufsteigen darf. „Wir sind im Finish dabei, das ist verrückt. Hinter uns sind Teams, die wesentlich höher eingestuft waren", ordnet Köllner die Leistungen seiner Elf ein.

Der Prototyp

Das Kuriose: Am letzten Spieltag empfängt der TSV eben jene Schanzer und könnte bei einem Sieg selbst am meisten dafür tun, doch noch die Chance auf die 2. Bundesliga zu wahren. Alles in der eigenen Hand hat die Köllner-Elf allerdings nicht mehr.

Denn: Ein Sieg gegen Ingolstadt ist zwingend nötig, während der MSV Duisburg (gegen Unterhaching) und Hansa Rostock (in Chemnitz) nicht gewinnen dürfen. "Wir müssen auf den Fußball-Gott hoffen", sagte Tim Rieder, der am gestrigen Mittwoch das zwischenzeitliche 2:2 erzielte, dazu.

Eben jener Rieder ist der Prototyp, wenn es um die Personalplanungen der Münchner Löwen für die kommende Saison, die naturgemäß zum aktuellen Zeitpunkt der Saison bereits laufen, geht. „Er ist mit dem Herzen bei Sechzig. Das ist das Entscheidende. Wir müssen fürs nächste Jahr grundsätzlich solche Spieler finden. Das ist ein Faustpfand", sagt Köllner über seinen Leader im Mittelfeld, was darauf schließen lässt, dass die Mentalität bei potentiellen Neuzugängen eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Das Restprogramm von 1860 München