1860 München: Es geht auch ohne Gegentor

Köllner lobt Mentalität

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 27.10.2020 | 08:50
Marco Hiller gibt Kommandos.

1860-Kepper Marco Hiller darf sich über seine erste weiße Weste der Saison freuen. ©imago images/MIS

Auf die erste Niederlage dieser Spielzeit hat 1860 München die passende Antwort gegeben, die „Löwen“ grüßen durch den 2:0-Erfolg im Derby gegen Unterhaching erneut von der Tabellenspitze. Dabei konnte der TSV auch erstmal den kleinen Makel ablegen, der ihn im bisherigen Saisonverlauf begleitete: Gegentore.

An den ersten sechs Spieltagen musste Torhüter Marco Hiller immer mindestens ein Mal den Ball aus dem Netz fischen, nun kam der 23-Jährige – auch durch sein eigenes Zutun – um diese Aufgabe herum. Den Grundstein für das erste Zu-Null der Saison sah sein Trainer Michael Köllner in der kämpferischen Mentalität der Mannschaft.

über das Derby gegen Unterhaching
„ Man hat gleich in den ersten Minuten gesehen, dass es um jeden Zentimeter geht. ”
Michael Köllner

„Man hat gleich in den ersten Minuten gesehen, dass es um jeden Zentimeter geht. Umso überraschender, dass wir es bis zum Ende durchziehen konnten“, lobte er auf der Klub-Homepage die Einstellung seiner Schützlinge. Zwar führte der Coach auch das Glück, dass den „Löwen“ in der einen oder anderen Szene hold war, ins Feld, über weite Strecken konnte 1860 die Gastgeber aber vom eigenen Tor fernhalten und verteidigte kompakt gegen den Ball.

Defensive auch gegen Duisburg gefordert

Nach dessen Eroberung schalteten die „Löwen“ immer wieder schnell um und kamen so ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor der Hachinger. „Wir glauben an unsere Stärke und wissen, dass wir immer ein Tor machen können“, gab Sascha Mölders anschließend zu Protokoll, der Kapitän sorgte mit seinem vierten Saisontreffer für klare Verhältnisse.

Um die Tabellenführung am kommenden Wochenende zu verteidigen, dürfte die Defensive erneut eine elementare Rolle spielen. Am Samstag kommt der MSV Duisburg nach Giesing, die Meidericher konnten in der bisherigen Spielzeit noch nicht an die Torgefahr aus dem Vorjahr anknüpfen: Erst vier Saisontore wollten der Lieberknecht-Elf gelingen.

Gelingt es unterdessen den „Löwen“, an die kompakte Vorstellung gegen Unterhaching anzuknüpfen, wird die Aufgabe aus Duisburger Sicht nicht gerade leichter. Zumal die „Zebras“ den Hausherren liegen: Die letzten vier Duelle auf Giesings Höhen gingen allesamt an 1860 München.