1860 München: Löwe Mölders brüllt

TSV erreicht Rang drei

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 01.06.2020 | 08:11
Sascha Mölders

Sascha Mölders will sich an den Aufstiegsrängen festbeißen. ©Imago images/Sven Simon

Der TSV 1860 München setzt seinen Höhenflug ungeachtet der langen Pause durch Corona fort: Wie schon beim letzten Heimspiel gegen den Chemnitzer FC holt er auch am gestrigen Sonntag gegen Duisburg einen 2-Tore-Rückstand auf und sicherte sich am Ende drei Punkte. Es war der dritte Sieg in Serie, durch den sich die Löwen den Aufstiegs-Relegationsrang schnappten – den sie nicht mehr hergeben wollen.

„Fakt ist: Wir sind jetzt Dritter und davon wird uns niemand mehr verdrängen“, schickt Rudelführer Sascha Mölders auf der Vereinshomepage eine Kampfansage an die Konkurrenz. Interessant: War der TSV 1860 sonst oft von Mölders-Treffern abhängig, trug sich der Routinier selbst nicht in die Torschützenliste gegen Duisburg ein.

Glaube unerschütterlich

Allein der unerschütterliche Glaube an die eigenen Fähigkeiten reichte dem Münchner Tradtionsverein zur Aufholjagd. „Es ist ein geiles Gefühl, weil wir nie den Eindruck hatten, das wir als Verlierer vom Platz gehen. Selbst bei 0:3 hätten wir an uns geglaubt“, gibt Mölders einen Einblick, welches Selbstvertrauen momentan an der Grünwalder Straße herrscht.

Seit 15 Partien hat der TSV nun bereits nicht mehr verloren, speziell seit Michael Köllner an der Seitenlinie übernahm, ging es stetig bergauf. An der neuen Gewinnermentalität der Löwen gebührt ihm ein großer Anteil. Doch auch auf dem Platz ist eine Weiterentwicklung zu erkennen.

In den letzten drei Spielen trafen die Löwen jeweils immer mindestens drei Mal ins Blaue, wenngleich sie in der Defensive – wie im Spiel gegen Duisburg zu sehen – phasenweise immer noch zu sorglos agieren.

„ Ich hoffe, dass sie sich heute eine Halbe aufgemacht haben. ”
Mölders über die Fans

Und dennoch: Der langfristige Trend spricht ganz klar für 1860 München. Der Verein schafft es, Zusammenhalt zu beschwören und nicht zuletzt dachte auch Mölders trotz eines leeren Stadions an die Anhänger: „Ich hoffe, dass sie sich heute eine Halbe aufgemacht haben.“

Genießen ist aber nur kurz angesagt: Bereits am Mittwoch steht die nächste Partie an, dann gastieren die Löwen beim 1. FC Kaiserslautern und müssen beweisen, dass sie nicht nur als Jäger, sondern auch als Gejagte ihr Potential entfalten.

Das Restprogramm des TSV 1860 München