1860 München: Mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg?

Löwen wollen Viktoria-Taktik ausnutzen

Daniel Bierofka als Trainer von 1860 München

Erwartet von seiner Mannschaft schnelles Spiel nach vorne: Daniel Bierofka. ©Imago images/Sven Simon

Gegen Hansa Rostock war es bereits zu sehen. Das überfallartige Attackieren, das Zubeißen der Münchner Löwen, wenn sich im Zweikampf die Gelegenheit ergab und dann das schnelle Spiel nach vorne. Allein die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig.

Spielerisch war die Partie an der Ostsee jedoch eine Fortschritt zu den vorherigen Auftritten des Traditionsvereins, auch wenn am Ende die dritte Niederlage in Folge zu Buche stand. Nichtsdestotrotz will Bierofka auf der Leistung aufbauen und seine Mannschaft auch am Samstag gegen Viktoria Köln mit der Überfalltaktik auf den Platz schicken.

Offensive Viktoria

Der Grund: Die Ausrichtung der Gäste. „Viktoria spielt sehr offensiv, bringt viele Spieler in den gegnerischen Sechzehner. Da kann es sein, dass sie die Defensive etwas vernachlässigen“, hofft Bierofka auf der Vereinshomepage, weshalb die Marschrichtung lautet: „Wir versuchen, sehr schnell vertikal zu spielen, schnell die Bälle vor oder in den Sechzehner zu bringen.“

Erhofft wird dadurch eine bessere Ausbeute in der Offensive. Die Münchner Löwen haben mit im Schnitt 1,23 erzielten Toren pro Spiel den vierharmlosesten Angriff der Liga. Das liegt zum einen an fehlenden Chancen, zum anderen aber auch an der Nachlässigkeit im Verwerten großer Möglichkeiten, wie zum Beispiel in Person von Sascha Mölders gegen Hansa, aber auch gegen Uerdingen.

Personalsorgen

Hilft also ein Personalwechsel? Schwer vorstellbar, dass Bierofka auf Leitwolf Mölders verzichtet, allerdings könnte er zusammen mit Owusu für mehr Durchschlagskraft in der Offensive sorgen. Die Doppelspitze erscheint wahrscheinlich – gerade weil Timo Gebhart verletzungsbedingt ausfällt, wie Bierofka am heutigen Freitag mitteilte.

Damit ist er nicht der einzige. Efkan Bekiroglu fehlt weiterhin, auch Simon Seferings und Torhüter Hendrik Bonmann fallen aus. Letzteren vertreten wird Marco Hiller, der im Landespokal bewiesen hat, dass er zur Stelle ist, wenn es drauf ankommt.

Ob er bei den Löwen wieder die Null halten kann? In den letzten sechs Spielen kassierte 1860 immer mindestens ein Gegentor, auch wenn Bierofka konstatiert: „Wir lassen defensiv wenig zu.“ Ein Grund für die Gegentore sei auch: „Momentan ist es aber so, dass gefühlt jeder Schuss gegen uns ein Tor ist“, hadert der Coach mit vermeintlich fehlendem Matchglück seiner Mannschaft.

Entscheidend wird am Samstag also die richtige Balance sein, zwischen defensiver Stabilität und offensiver Effektivität; zwischen Absicherung und mutigem Pressing. Zudem ist Engagement gefragt, wobei sich Bierofka sicher ist: „Ich weiß, dass gegen Köln eine Mannschaft auf dem Platz stehen wird, die Charakter hat und ihr Schicksal in die eigene Hand nimmt.“

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