1860 München: Stabilität durch Erfahrung?

Routiniers sollen Halt geben

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 18.08.2020 | 09:00
Stefan Lex von 1860 München

Noch lange kein altes Eisen: Stefan Lex gehört zu den Ü30-Leistungsträgern der „Löwen“. ©Imago images/MIS

In den letzten Wochen wurde bei 1860 München gerne das Sprichwort von der Not, aus der man eine Tugend – oder wie im Fußball oft so passend gesagt, eine Jugend – macht, bemüht. Die immer noch unklare Budget-Situation sorgte dafür, dass Trainer Michael Köllner gleich mehrere Nachwuchsspieler zu den Profis beförderte. „Erfolg im Jugendstil“ lautete das Motto.

Gleichzeitig wurde aber auch nicht abgestritten, dass weitere Neuzugänge dem Team gut tun würden. Wie sich nun abzeichnet, wird Edgar Prib wohl einer davon sein, so berichtet zumindest der „Sportbuzzer„.

Prib für die Achse der Erfahrung

Mit dem 30-Jährigen würde das Gerüst aus routinierten Spielern, die den Jungspunden Halt und Stabilität geben sollen weiter Form annehmen: Im Angriff wird nachwievor der 35-jährige Sascha Mölders der Zielspieler sein. Mit 15 Saisontoren und ebensovielen Assists zeigte er sich kein bisschen müde.

Viele Vorlagen besorgte Stefan Lex, elf an der Zahl, gepaart mit sieben eigenen Treffern. Mit dem 30-Jährigen wurde schon im Januar als einem von wenigen verlängert.

Angesichts des Engpasses im Abwehrzentrum durch den Abgang von Aaron Berzel, den ausgelaufenen Vertrag von Felix Weber und einen kurzfristigen Ausfall von Dennis Erdmann (29) testete Köllner zuletzt Quirin Moll (29) als Innenverteidiger. Der lange verletzte Sechser bekam vom Trainer im „kicker“ ein Sonderlob für den gelungen Auftritt auf ungewohnter Position.

Moll und Erdmann in der Abwehr, vorne Lex und Mölders, dabei würde Prib als Bindeglied zwischen Verteidigung und Angriff die Achse der Erfahrung komplettieren. 

An ihr könnten sich jüngere Spieler tatsächlich orientieren und sich ohne den ganz großen Druck weiterentwickeln. Andererseits wächst auch die Gefahr, den Pfad der Jugend zu sehr zu verlassen und Talente zu blockieren. Es ist am ausgewiesenen Jugendförderer Köllner, diese Gratwanderung zu meistern.