3. Liga: DFB hält an Saisonende im Juni fest

Vorbild 1. & 2. Bundesliga

DFB-Vizepräsident Peter Fryamuth.

Peter Frymuth ist bemüht, die Diskussion um eine Saisonfortsetzung wieder sachlicher zu gestalten. ©imago images/Jan Huebner

Während am Wochenende in den beiden Bundesligen der Re-Start vollzogen wurde, ruht der Ball in der 3. Liga weiterhin. Erst am Freitag wurde die für den 26. Mai vorgesehene Rückkehr in den Spielbetrieb ausgesetzt. Diese ist auch weiterhin das erklärte Ziel des DFB, ebenso wie eine sportliche Beendigung der Saison bis Ende Juni.

„Wir versuchen, den 30. Juni zu realisieren“, erklärt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth im Kicker (Ausgabe vom 18.05.2020), lässt dabei aber mit Blick auf die oberen beiden Spielklassen und deren Vorgehen eine Hintertür offen: „Wenn die Klubs der Bundesliga und 2. Liga den Juli ins Auge fassen, müssen wir das auch. Zumal in der 3. Liga noch elf Spieltage zu absolvieren wären.“

Lösung am 25. Mai?

Bemüht ist Frymuth zudem, die zuletzt aufgekommene Schärfe in den Diskussionen um eine Fortsetzung abzukühlen. So hatte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff den Vorwurf vorgebracht, der DFB hätte mit dem Lizenzentzug gedroht.

„Ich habe das Gefühl, dass manche Vereine ihren politischen Entscheidungsträgern nicht alle Szenarien und Gefahren schildern wie beispielsweise mögliche Regressforderungen“, so Frymuth. Laut dessen Aussage wollten DFB-Präsident Fritz Keller mit mit seinen Aussagen Probleme offenlegen, daraus sei aber keine Drohung abzuleiten.

Diese Probleme sollen auf dem außerordentlichen Bundestag am 25. Mai gelöst werden. Für diesen kündigte der Saarländische Fußballverband bereits an, einen Antrag zu stellen, die 3. Liga zukünftig in zwei Staffeln zu unterteilen. Einer zweigleisigen 3. Liga erteilte der DFB bereits kurzfristig eine Absage, doch Frymuth ist offen für eine Diskussion – der Chemnitzer FC hatte er in der Vorwoche einen neuen Vorschlag für eine zweigeteilte 4. Liga unterhalb der 3. Liga gemacht.

„Das gesamte Thema Profifußball und dessen Unterbau muss auf die Agenda und ganzheitlich diskutiert werden“, so der 63-Jährige. Vorerst dürfte eine Entscheidung, ob und wann der Re-Start durchführbar ist, Priorität genießen.