3. Liga: Ergebnisse der Videokonferenz

Saison soll fortgesetzt werden

3. Liga Hansa Rostock

Bleiben die Stadien leer? Noch ist keine Entscheidung getroffen. ©Imago images/Jan Huebner

Update (10.4., 08:30 Uhr):
Wie die Bild am Donnerstagabend berichtete, einigten sich die Vertreter auf der Sitzung offenbar, dass ab dem 16. Mai in der dritten Liga wieder gespielt werden soll. Eine Entscheidung darüber steht allerdings noch aus. So sprach ein Sprecher des DFB gegenüber dem Blatt von „mehreren Szenarien“ und „Planspielen“. Fest stehe lediglich: „Der einzige Fixpunkt ist momentan der Wunsch, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen.“

Ursprünglicher Artikel:
Am heutigen Donnerstag tagten die Drittliga-Verantwortlichen und der DFB per Videokonferenz, wie es mit der Drittliga-Saison in der Corona-Krise weitergeht. Das Ergebnis gab der DFB jetzt bekannt.

So bleibe das Ziel weiterhin, die aktuelle Spielzeit fortzusetzen und abzuschließen – ein Abbruch ist demnach weiterhin nicht von der Mehrheit der Vereinsvertreter gewünscht. Allerdings sind die Klubs bei der Fortführung der Saison abhängig von den „behördlichen Verfügungsgrundlagen“, wie es der DFB in einem Statement ausdrückt.

Das heißt auch: Wann die 3. Liga wieder startet und in welchem Rahmen – zum Beispiel in Form von Geisterspielen – konnte am heutigen Donnerstag noch nicht festgelegt werden.

Dahingehend ist die Liga abhängig von der staatlichen Seite und deren gesundheitlichen Regelungen. Denn, dabei sind sich die Drittliga-Vertreter einig: Die Gesundheit hat Vorrang. Diese Einigkeit herrscht allerdings nicht bei den anderen die aktuelle Situation betreffenden Themen.

Verschiedene Standpunkte

Bereits bei der Managertagung Mitte März, wo die Verantwortlichen beschlossen, die Saison zunächst bis zum 30. April auszusetzen, gab es konträre Meinungen, wobei der DFB als Konsens wiedergab, dass die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortgesetzt werden solle.

Dies wiederum wäre aufgrund der zu erfüllenden Corona-Sicherheitsmaßnahmen wohl nur mit Geisterspielen möglich – um dieses Thema scheiden sich wiederum die Geister. 1860-Geschäftsführer hält eine Fortführung der Saison mit Geisterspielen für eine legitime Option und sieht darin sogar Chancen im Hinblick auf die TV-Vermarktung.

Aus Halle aber auch aus Zwickau kommen hingegen andere Töne. Einem offiziellen Statement des HFC folgend würde durch Geisterspiele die finanzielle Situation verschlechtert werden. Außerdem sähe der Vorstand in diesem Szenario eine „Wettbewerbsverzerrung“.

Finanziell ist die Situation jedenfalls bedrohlich. Mit direkten finanzielle Hilfen des DFB rechneten Manager wie Ronald Maul vom SV Meppen oder Manfred Schwabl von der SpVgg Unterhaching nicht. Stattdessen passte der Verband das Lizenzierungsverfahren an, wobei zum Beispiel die Liquiditätsprüfung für die kommende Saison entfällt.

Wie sich die Maßnahmen auf die Zukunft der Vereine auswirken, bleibt abzuwarten und hängt stark davon ab, ob, wann und wie in Liga drei wieder gespielt werden kann.

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