3. Liga: Gerd Schädlich kritisiert Vorgehen des DFB

"Vereine werden viel zu lange im Unklaren gelassen."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2020 | 09:04
Gerd Schädlich beim CFC

Verfolgt die 3. Liga ganz genau: Gerd Schädlich. ©Imago images/Eibner

Gerd Schädlich kennt sich aus im deutschen Profifußball – besonders beim FSV Zwickau sowie beim Chemnitzer FC, für die der insgesamt über 400 Spiele als Trainer an der Seitenlinie stand. Der Fußalllehrer verfolgt die Geschehnisse bei seinen Ex-Klubs ganz genau, wie er einst im Interview mit Liga-Drei.de verriet.

Sowohl für die Schwäne als auch für den CFC heißt es seit gestern: Vorbereiten auf den 26. Mai, wenn es nach dem neuen Rahmenterminkalender des DFB in der 3. Liga weitergehen soll. Schädlich heißt die Fortsetzung der Saison gut, beanstandet aber das Vorgehen des Verbands.

„Dass der DFB da Ausgaben für die Coronatests gegenrechnet, ist eine schwache Nummer“, so Schädlich in der Bild (Ausgabe vom 12.5.2020). Und dass der Bundestag des Verbandes erst für den 25. Mai einberufen wurde, ist ebenso schwach. Die Vereine werden viel zu lange im Unklaren gelassen.“

Weiterhin unterschiedliche Meinungen

Der aktuelle Stand bei den Klubs ist unterschiedlich. Während manche Vereine seit Wochen Kleingruppentraining abhalten, soll der 1. FC Magdeburg erst heute wieder auf den Platz zurückkehren. Unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern und Städten erschweren den Trainingsbetrieb.

Derweil verkündete am gestrigen Montag Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp im SWR an: „Ich habe eine neue Abstimmung beantragt.“ Die Intention, ob weitergespielt werden solle oder nicht, solle demnach von den Vereinen ausgehen und für diese hätte sich die Situation seit der letzten Abstimmung drastisch geändert. „Wir machen ohnehin schon Verlust. Jetzt sollen wir noch mehr Geld investieren, um noch mehr Verluste zu machen“, so Kompp.

Demgegenüber stehen die Meinungen anderer Vereine, die bekanntlich für eine Fortführung der Saison stehen. Beim FC Ingolstadt beispielsweise fanden die ersten Corona-Tests bereits am gestrigen Montag statt, „um schon bald ins Mannschaftstraining gehen zu können“, so Sportdirektor Michael Henke auf der Vereinshomepage. „Es ist nun einmal aktuell die bestmögliche Option, die Liga mit Geisterspielen zu Ende zu führen.“ Das Hygiene-Konzept der DFL und des DFB bezeichnete Henke als „sensationell“.