3. Liga: Vereine drängen auf Vertagung der Aufstiegsreform

Prüfung neuer Ansätze durch Experten gefordert

Wird von Klubs bedrängt: DFB-Präsident Reinhard Grindel

Unter Druck der Klubs: DFB-Chef Reinhard Grindel © imago/Jan Huebner

In der Debatte über die künftige Verzahnung der 3. Liga mit den Regionalligen drängen mehrere Vereine aus der höheren Klasse auf eine Vertagung der anstehenden Entscheidung. Statt wie geplant schon auf dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag (8. Dezember) abstimmen zu lassen, solle der Verband nach Ansicht der Klubs für eine tragfähige Lösung zunächst erst noch weitere Ansätze prüfen lassen.

Der zeitliche Druck muss raus. (KSC-Geschäftsführer Helmut Sandrock)

„Der zeitliche Druck muss raus“, forderte Geschäftsführer Helmut Sandrock vom Karlsruher SC im Fachmagazin Kicker (Heft 98 vom 04.12.2017): Ohne eine Entscheidung auf dem Bundestag über ein „unausgegorenes Modell“ könnte eine „echte Bestandsaufnahme einer Expertenkommission“ erfolgen, begründete der frühere DFB-Generalsekretär seinen Standpunkt.

Klubs gegen Aufstiegslotto „4 aus 5“

In der Diskussion sehen die Drittliga-Klubs bereits eine erfolgte Festlegung auf eine künftige Regelung mit vier statt bisher drei Aufsteigern aus den fünf Regionalligen. Den jährlichen Austausch eines Quartetts hatten auch die Vereine der 3. Liga angeregt – allerdings nur unter der Voraussetzung einer Reduzierung der Anzahl der momentan fünf Regionalligen auf nur noch vier Staffeln.

Präsident Manfred Schwabl vom Drittliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching weist auf den Ursprung des Streits durch die allgemeine Unzufriedenheit über den derzeitigen Mangel eines automatischen Aufstiegsrechts für alle Regionalliga-Meister hin. „Dieses Reförmchen verändert ein bisschen, aber löst doch die Meisterproblematik nicht“, sagte der frühere Nationalspieler.

Schwabls Kollege Robert Marien von Hansa Rostock moniert außerdem erneut die mutmaßliche Geringschätzung der 3. Liga durch den DFB. Aufgrund der Strukturreform beim Verband sei die Liga in den Breitensport abgerutscht, sagte Marien: „Das kann es doch nicht sein für eine Liga, die auf dem Weg zu 200 Millionen Euro Gesamtumsatz ist.“

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