3. Liga: Zweigleisig kurzfristig wohl nicht umsetzbar

DFB will Thema auf 2022 vertagen

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 14.05.2020 | 08:51
3. Liga Spielball

Rollt der Ball in der 3. Liga langfristig gesehen in zwei Staffeln? ©Imago images/foto2press

Die Diskussionen über eine eine Fortsetzung oder einen Abbruch der Drittliga-Saison scheinen ihren Höhepunkt zu erreichen. Am gestrigen Mittwoch nannte DFB-Vizepräsident Rainer Koch das Vorgehen der Vereine, die für einen Abbruch votieren ein „unwürdiges Schauspiel“. Konkrete Vorschläge der betreffenden Klubs, wie es im Falle eines Abbruchs weitergehen solle, werden von Koch gefordert.

Unabhängig davon geistert derzeit eine Idee durch die Drittliga-Orte: Der Saarländische Fußballverband will auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai den Antrag einbringen, die 3. Liga in zwei Staffeln aufzuteilen. Für den DFB wäre dies kurzfristig keine Lösung.

Mehrere Hindernisse

Es würden aktuell „die notwendigen strukturellen, ordnungsrechtlichen, wirtschaftlichen und zulassungstechnischen Voraussetzungen zur Einführung einer zweigleisigen 3. Liga nicht vorliegen“, heißt es auf der DFB-Homepage.

Der Vorschlag also vor dem Aus, bevor er überhaupt offiziell beim DFB eingereicht wurde? Der DFB will den Antrag jedenfalls „zur weiteren Beratung“ weitergeben, an den Drittliga-Ausschuss sowie den DFB-Spielausschuss. Das Thema der Struktur seiner Profiligen will der Verband dann auf dem nächsten planmäßigen Bundestag 2022, also langfristig angehen.

Bei den Fans findet der Vorschlag aus Saarland offenbar Zustimmung. So votierten bei der renommierten Kicker Frage der Woche (Ausgabe vom 14.5.2020), auf die Frage, ob die Leser für eine Einführung einer zweigleisigen 3. Liga seien 61.4% von 78.172 Teilnehmern mit „Ja“.