Alemannia Aachen: Schlüsselspiel im Aufstiegskampf?

Sprung nach vorne oder vorläufiges Ende der Träume

Timo Staffeldt gibt bei Aachen die Richtung vor.

Kapitän und absoluter Leader bei Alemannia Aachen: Timo Staffeldt. ©Imago

Der 18. Mai 2013 ist ein besonderes Datum, zumindest für die Alemannia aus Aachen. An diesem Tag spielte der ehemalige Bundesligist und Pokalfinalist von 2004 zum bislang letzten Mal in der 3. Liga, damals gab es zum Abschied ein sang- und klangloses 0:4 beim VfL Osnabrück. Zwei Jahre später wäre Aachen beinahe zurückgekehrt, letztlich reichte es in der Regionalliga West aber nur zu Platz zwei. Jetzt gibt es vielleicht eine erneute Chance.

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Neuzugänge haben eingeschlagen

Unter Fuat Kilic, der seit dem 1. Januar diesen Jahres Trainer und seit April auch noch Sportlicher Leiter des Vereins ist, gelang ein richtig guter Saisonstart. Damit war gar nicht unbedingt zu rechnen, denn vor dieser Spielzeit verließen gleich 14 Akteure den Verein. Demgegenüber standen neun externe und drei interne Neuzugänge. Von diesen gehören einige inzwischen zu den Stammspielern.

Pascal Nagel zum Beispiel, der vor der Saison von RW Essen kam und jetzt unumstrittene Nummer 1 zwischen den Pfosten ist. Seine Bilanz: Nur neun Gegentreffer nach 13 Spielen. Oder Necirwan Khalil Mohammad, der in der Regel gemeinsam mit dem erfahrenen Kapitän Timo Staffeldt die Schaltzentrale im Mittelfeld bildet. Apropos Staffeldt: Er war es übrigens, der an jenem 18. Mai 2013 das bisher letzte Gegentor der Aachener in der 3. Liga erzielte – damals spielte der heute 32-Jährige noch in Osnabrück.

Erste Pleite für Gladbach?

Jetzt soll Staffeldt dabei mithelfen, die Männer vom Tivoli wieder bundesweit in den Blickpunkt zu rücken. Ein Sieg gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach II, der bisher noch nicht bezwungen wurde, scheint dabei unabdingbar, denn Aachen hat momentan (bei einem Spiel mehr) sieben Punkte Rückstand auf die „Fohlen“. Und bekanntermaßen darf ja nur der Meister der Regionalliga West am Saisonende in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen.

Sollte die Alemannia allerdings am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) als Verlierer den Platz verlassen müssen, dann müssten die Hoffnungen auf die Meisterschaft vorerst ad acta gelegt werden. Schließlich gibt es neben Gladbach mit Viktoria Köln, Borussia Dortmund II und dem Wuppertaler SV noch weitere starke Anwärter darauf.