Bender & Co.: Das ist aus den Ex-Fortunen geworden

Keita-Ruel trifft weiter, Theisen überzeugt, Boss muss warten

Lars Bender am Ball für Fortuna Köln.

Trug vier Jahre lang das Fortuna-Trikot: Lars Bender. ©Imago/Herbert Bucco

Neun Abgänge verzeichnete Fortuna Köln im Sommer und einer davon war Lars Bender. Der gebürtige Koblenzer war zunächst vereinslos, ehe ihn Ligakonkurrent Energie Cottbus verpflichtete. Für die Lausitzer stand er zuletzt gegen den KSC zum ersten Mal auf dem Platz. Wir haben mit dem 30-Jährigen, der 122 Partien für die Kölner Südstädter bestritt, gesprochen und verraten Euch außerdem in Kurzform, wie es für die anderen Abgänge läuft.

Herr Bender, nach fast drei Monaten Vereinslosigkeit haben Sie kürzlich einen Vertrag bei Energie Cottbus unterschrieben. Wie kam es zu dem Engagement?
Lars Bender: „Ich habe hier ungefähr zweieinhalb Wochen Probetraining absolviert. Dabei ist es mir scheinbar gelungen, mich so gut zu präsentieren, dass ich mich bei Energie für einen Vertrag empfehlen konnte. Jetzt gebe ich alles, um auf so viele Einsatzzeiten wie möglich zu kommen.“

Welche Pläne verfolgen Sie nun nach Ihrer Unterschrift mit dem FC Energie?
Bender: „Das oberste Ziel für die Mannschaft ist der Klassenerhalt. Und daher geht es erst einmal darum, genug Punkte zu sammeln, damit wir am Ende über dem Strich stehen. Diesem Ziel ordne ich mich natürlich unter. Es gilt, alles reinzuwerfen, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die Vereinssuche hätte ich nicht so schwierig erwartet. (über seine persönlichen Ambitionen)

Wie ist es denn – trotz der Unterordnung für das allgemeine Ziel – um Ihre persönlichen Ambitionen beim neuen Verein bestellt?
Bender: „Erst einmal bin ich froh und glücklich, dass es mit einem neuen Verein und der 3. Liga geklappt hat. Denn ich habe ja nun auch ziemlich lange darauf warten müssen. Warum auch immer? Eigentlich war ich ja drei bis vier Jahre durchgängig Stammspieler bei Fortuna Köln. Die Vereinssuche hätte ich nicht so schwierig erwartet. Am Ende möchte ich aber natürlich so viele Spiele wie möglich machen. Das ist ganz klar.“

Wurde Ihnen denn von Seiten Fortunas genau erklärt, weshalb es für Sie nicht in Köln weitergehen konnte?
Bender: „Ich habe schon eine Begründung bekommen und die habe ich auch hingenommen. Aber darauf möchte ich jetzt nicht mehr groß eingehen. Ich habe akzeptiert, dass man sich dort umorientieren wollte und fertig!“

Wie intensiv verfolgen Sie denn aktuell noch den weiteren Weg des Vereins? Es gibt dort ja noch reichlich Spieler, die Sie kennen.
Bender: „Genau deswegen schaut man natürlich auch noch darauf. Die Spiele habe ich alle größtenteils gesehen. Zu einigen Jungs habe ich noch guten Kontakt und der geht so schnell auch nicht verloren.“

Die übrigen Abgänge:

Daniel Keita-Ruel:
Der Torjäger stellt seine Knipser-Fähigkeiten nun bei Greuther Fürth unter Beweis: Nachdem er bereits in der letzten Saison 15 Mal traf, liegt er aktuell bei sechs Toren in acht Zweitliga-Partien.

Tim Boss:
Der 25-Jährige hatte Pech mit einer Verletzung, die es ihm nicht möglich machte, um den Stammplatz zwischen den Pfosten bei Dynamo Dresden zu kämpfen. Aktuell muss sich Boss erst wieder herankämpfen, denn trotz auskurierter Verletzung saß zuletzt nicht er sondern Patrick Wiegers als Ersatzkeeper auf der Bank.

Markus Pazurek:
Der gebürtige Andernacher ist bei Gladbach II bislang unverzichtbar und stand in allen elf Partien in der Startelf. Dabei zeigte er sich defensiv gewohnt flexibel. Mit 17 Punkten liegt er mit der Borussia auf einem soliden sechsten Platz der Regionalliga West.

Amir Falahen:
Bei Fortuna Düsseldorf II kommt Amir Falahen nicht so recht in Tritt, erst 77 Spielminuten stehen für ihn in dieser Saison zu Buche. Dabei hätte die Fortuna einen Knipser derzeit nötig: Nur ein Punkt trennt sie in der Regionalliga West von den Abstiegsrängen.

Christoph Menz:
Beim ambitionierten Regionalligisten Viktoria Berlin ist Christoph Menz Stammkraft und absolvierte die letzten sechs Partien allesamt von Beginn an. Zuletzt bildete er die Innenverteidigung mit einem anderen ehemaligen Drittliga-Kicker: Marcus Hoffmann (u.a. Hansa Rostock).

Cimo Röcker:
Wie Menz trägt auch Cimo Röcker nun das Trikot von Viktoria Berlin. Röcker, der für Fortuna Köln in der letzten Saison nur sechs Ligaspiele bestritt, stand für die Viktoria in dieser Spielzeit bereits elf Mal auf dem Feld, jeweils über die volle Distanz. Mit seiner Mannschaft belegt er den sechsten Platz in der Regionalliga Nordost.

Christopher Theisen:
Für Christopher Theisen lief es beim Regionalligisten Homburg zunächst prächtig: In seinen ersten drei Einsätzen erzielte er sechs Tore! Außerdem glänzte Theisen als Vorbereiter. Zuletzt hatte der 25-Jährige eine kleine Flaute, arbeitet sich allerdings wieder an seine beste Form heran. Der Lohn für ihn und die Mannschaft: Ein starker dritter Platz in der Regionalliga Südwest.

Manuel Farrona Pulido:
Der Offensivspieler hatte mit fünf Startelf sowie vier Joker-Einsätzen bislang großen Anteil am guten Abschneiden des VfL Osnabrück. Dabei zeigte er sich zu Saisonbeginn treffsicher sowie im Interview mit Liga-Drei.de als Teamplayer.

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