Carl Zeiss Jena: Hohe Geldstrafe für vier Vergehen

Klub prüft Berufung

In drei Spieler dieser Saison benahmen sich Jena-Fans daneben.

Wegen Fehlverhalten seines Anhangs wurde Carl Zeiss Jena zur Kasse gebeten. ©Imago/Picture Point

Carl Zeiss Jena kommt vor dem Auswärtsspiel in Cottbus am Samstag weiterhin nicht zur Ruhe. Nach der Suspendierung von Kevin Pannewitz wurde der Klub jetzt mit einer Geldstrafe von 24.900 Euro belegt. Damit sanktionierte das DFB-Sportgericht vier Fälle von unsportlichem Verhalten der Jenaer Fans.

Vier Fälle – Ein Verfahren

Auf Jenas Wunsch hin wurden diese vier Fälle in einem Verfahren verhandelt. „Uns war wichtig, auch mit Blick auf die entstehenden Verfahrenskosten, alle anhängigen, gleichgearteten Verfahren gemeinschaftlich abzuhandeln“, wird Jenas Geschäftsführer Chris Förster auf der Klub-Homepage zitiert.

Konkret geht es um Vorkommnisse rund um das Heimspiel gegen Großaspach am 1. Spieltag, die 1. Runde des DFB-Pokals gegen Union Berlin und die Auswärtspartie in Braunschweig am 7. Spieltag.

Die Pokal-Partie gegen Berlin wird teuer

Gegen Großaspach brannten Jena-Anhänger Pyrotechnik ab, was mit 3.500 Euro bestraft wurde. Gegen Union wurde ebenfalls Pyrotechnik gezündet, außerdem wurden in der zweiten Hälfte insgesamt drei Papierrollen auf den Schiedsrichterassistenten geworfen. Dafür veranschlagte das Sportgericht 20.500 Euro.

In Braunschweig wurden nach rund einer Viertelstunde mindestens drei Gegenstände in Richtung Eckfahne geworfen, während die Eintracht einen Eckball ausführte. Dafür muss Jena 900 Euro zahlen.

Ich werden mich mit den Gremien abstimmen und nachhaltig für die Fortführung des Verfahrens werben. (Chris Förster über das weitere Vorgehen)

„Darüber hinaus konnte erwirkt werden, dass bis zu 8000 Euro der Geldstrafe vom Club für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden können“, erklärte Förster.

„Ich werde mich mit den Gremien abstimmen und nachhaltig für die Fortführung des Verfahrens werben. Letztlich gibt es in unserer Gemeinschaftsordnung einen unverrückbaren Rechtssatz, der da lautet ‚keine Bestrafung ohne Verschulden‘.

Immerhin äußerte das Gericht Verständnis für unsere Rechtsposition und erklärte unter Verweis auf die ständige DFB-Rechtsprechung, sich insofern in einem Dilemma zu befinden, als dass nur durch eine Bestrafung der Vereine pyrotechnische Vorfälle präventiv zu verhindern seien“, so Förster weiter.

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