Carl Zeiss Jena: Kwasniok will keinen Freifahrtschein

Trainer stellt Verein an erste Stelle

Lukas Kwasniok mit Geschäftsführer Chris Förster

Lukas Kwasniok (r.) stellt sich der Kritik an seiner Person. ©Imago images/Karina Hessland

Carl Zeiss Jena hatte viele Hoffnungen in die Partie mit dem ebenfalls bis dato sieglosen Chemnitzer FC gesetzt. Sicherlich nicht ohne die scheinbar machbaren drei Punkte im Hinterkopf hatte die Verantwortlichen um Geschäftsführer Chris Förster in dieser Woche ihrem Trainer Lukas Kwasniok eine Job-Garantie ausgestellt.

Nach der neuerlichen Niederlage gegen den direkten Konkurrenten un damit schon fünf Punkte vom vorletzten Platz entfernt, ist es nun aber der Trainer selbst, der sich zur Diskussion stellt.

Entscheidung von Woche zu Woche

„Es geht um den Verein,es geht um die Fans, es geht um die Region. Insofern ist mir mein Posten nicht egal, aber er ist völlig zweitrangig.“, sagte Kwasniok gegenüber der OTZ. „Wenn wir gemeinsam die Überzeugung haben, das durchzuziehen, dann ziehen wir das durch.

Wenn die Überzeugung nicht da ist, dann musst du eben auch handeln. Das ist ganz normal und das musst du in so einer schwierigen Situation auch Woche für Woche analysieren.“ 

Statt eine pauschalen Rückendeckung fordert der 38-Jährige also selbstkritisch das Hinterfragen der eigenen Leistung, so wie er es selbst bei seinen Spielern auch tut.

Diese lieferten gegen den CFC über weite Strecken eine ordentliche Vorstellung ab, waren besonders im ersten Durchgang am Drücker und zeigten, dass im Training offenbar einstudierte Standard-Situationen funktionieren, wie beim 1:0.

Auch die Besetzung der Offensive mit Innenverteidiger Maximilian Rohr in der Spitze in bester Sebastian-Mai-Manier und Youngster Niklas Jahn auf Außen brachte vielversprechende Ansätze.

Auf der anderen Seite waren eklatante Abwehrfehler nicht wegzudiskutieren. Nico Hammann sah bei der Entstehung des Elfmeters zum 1:1 nicht gut aus, beim 2:3 ließen sich drei FCC-Verteidiger im eigenen Sechzehner ausdribbeln. So verwundert es nicht, dass die Elf von den Kernbergen erst einmal weniger als zwei Tore in einem Spiel kassierte.

Erinnert man sich an die Situation, in der vergangene Saison Mark Zimmermann am 18. Spieltag mit zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer entlassen wurde, muss man trotz aller Beteuerungen fragen, wie lange man dem Trainer diesmal noch Zeit gibt, die entscheidenden Schritte nach vorne zu machen.

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