Carl Zeiss Jena: Pannewitz hofft auf Liga-Debüt

26-Jähriger fühlt sich fit

Kevin Pannewitz am Ball für Carl Zeiss Jena gegen Jahn Regensburg

Bereits agil in den Testspielen: Kevin Pannewitz drängt ins Team ©Imago/Christoph Worsch

Kevin Pannewitz rechnet sich für den Beginn des zweiten Saisonabschnitts gute Chancen auf sein Liga-Debüt für Carl Zeiss Jena aus. Der 26-Jährige hält sich nach monatelanger Intensivarbeit an seiner Fitness endgültig für austrainiert genug für einen Einsatz bei den Thüringern.

Ich bin in der Lage, in jedem Spiel Vollgas zu geben. (FCC-Abwehrspieler Kevin Pannewitz über seine Fitness)

In den vergangenen neun Wochen habe er nochmals einen Schub bekommen, sagte Pannewitz in einem Interview mit dem Fachmagazin kicker (Heft 6 vom 15.1.2018) und machte aus seinen Ambitionen auf eine Nominierung für das Spiel am Samstag (20. Januar) bei Aufstiegsaspirant Fortuna Köln kein Hehl: „Ich bin in der Lage, in jedem Training, in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas zu geben.“

Dankbarkeit gegenüber FCC

Pannewitz blickt auf einen außergewöhnlichen Karriereverlauf zurück. Nachdem seine Profi-Laufbahn vor über acht Jahren bei Hansa Rostock vielversprechend begonnen hatte, geriet der Berliner durch undisziplinierten Lebenswandel aus der Bahn, musste sich sein Auskommen als Speditionsarbeiter verdienen und strandete als Fußballer bei einem Sechstligisten. In Jena bekam Pannewitz die Chance zu einem Neuanfang und im vergangenen Spätsommer nach einem wochenlangen Trainingstest letztlich auch einen Vertrag bis 2019.

Das ursprünglich schon für den Herbst geplante Comeback von Pannewitz im Profi-Bereich verschob sich wegen eines Stillstands auf seinem Weg zu vollständiger Fitness. Nachdem der Defensivspezialist schon über 40 Kilogramm abgespeckt hatte, brachte offenbar erst eine abermalige Umstellung des individuellen Trainingspensums den Durchbruch.

Schon die Aussicht auf eine Rückkehr in den Profi-Bereich ist für den Ex-Wolfsburger, der für Jena bislang ein Landespokal-Spiel und sieben Begegnungen mit der Oberliga-Reserve bestritt, „etwas ganz Besonderes“. Mit aller Konsequenz wolle er „meine gefühlt zehnte zweite Chance“ nutzen.

An seiner Dankbarkeit gegenüber dem FCC lässt Pannewitz keinen Zweifel und schließt deswegen auch die Möglichkeit eines Wechsels zu einem stärkeren Team vor Ablauf seines Vertrages aus. Jena habe ihm vertraut, und „ich möchte dem Klub dafür auch etwas zurückgeben“, sagte der Abwehrspieler: Bis 2019 sei noch ausreichend Zeit, „mit dem FCC Ziele zu stecken und zu erreichen“.