Carl Zeiss Jena: Top11 der letzten 25 Jahre

Nulle, Schneider & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Sonntag, 26.04.2020 | 07:30

Carsten Nulle (r.) beim Torjubel gegen Osnabrück.

Carsten Nulle (r.) überzeugte als Torwart und Torjäger. ©imago images/Karina Hessland

In der Gegenwart läuft kein Fußball, darum wirft Liga-Drei.de einen Blick in die Vergangenheit – genauer gesagt auf die letzten 25 Jahre. Gesucht wird dabei immer die Top11 eines Klubs für das letzte Vierteljahrhundert.

Warum 25 Jahre? Der Altersschnitt der Redaktion liegt bei Mitte 30, somit sind die Fußballereignisse der letzten zweieinhalb Jahrzehnte bei uns präsent. Heute nehmen wir uns Carl Zeiss Jena vor.

Tor & Abwehr

Carsten Nulle rechtfertigt seine Nominierung auf zahlreichen Ebenen. Von Jenas Stadionsprecher immer als "Wild Thing" begrüßt, absolvierte er als erster Spieler 100 Partien in der eingleisigen 3. Liga, köpfte im Februar 2010 zum späten Ausgleich gegen Osnabrück ein und spielte in 109 Partien für den FCC starke 34 Mal zu Null.

Vor ihm verteidigt eine Dreierkette. Als linkes Glied muss sich Ralf Schmidt etwas umorientieren, ist er doch gelernter Außenverteidiger. Wer aber ein Studium der Bioinformatik abschließt, der wird das schon hinkriegen.

Wer in 204 Spielen die Abwehr von Jena anführt, der bekommt diese Aufgabe natürlich auch in der Top11. Die Rede ist von Alexander Maul, der mit dem Klub aus der Oberliga bis in die 2. Bundesliga aufstieg und nach einem dreijährigen Gastspiel zurückkehrte, um auch noch in der 3. Liga für den FCC aufzulaufen.

Dass René Klingbeil, aktuell Teamchef Jenas, Verantwortung übernehmen kann, bewies er bereits als Spieler. Eigentlich ein Außenverteidiger, wusste der Rechtsfuß später aber auch im Zentrum zu überzeugen.

Mittelfeld

Vor der Dreierkette lassen wir eine Doppelsechs ran, die aber auch offensiv zu überzeugen weiß. Dafür wird sich der Jenenser René Eckardt ein klein wenig umstellen müssen. Sonst überwiegend im zentralen oder linken Mittelfeld aufgeboten, hat der ehemalige Kapitän in der Vergangenheit jedoch bewiesen, dass er auch im defensiven Mittelfeld funktioniert. Wer zudem seine komplette Karriere in Jena verbringt, der hat sich als Urgestein seinen Platz ohnehin redlich verdient.

An seiner Seite wird sich mit Torsten Ziegner ein weiterer Akteur etwas umstellen müssen. Die Karriere von "Ziege" begann noch zu Zweitliga-Zeiten beim FCC. Über einige Stationen kehrte er 2004 zurück. Er war Teil der Mannschaft, die damals von der Oberliga in die 2. Liga durchmarschierte und machte als torgefährlicher Mittelfeldspieler auf sich aufmerksam.

Seine Paraderolle im offensiven Mittelfeld besetzen wir jedoch mit Jan Simak, welcher der Saison 2007/08 mit sieben Treffern und sieben Vorlagen seinen Stempel aufdrückte, den Abstieg aber auch nicht verhindern konnte. Den nötigen Punch bringt Orlando Smeekes auf links zweifelsohne mit: Nachdem der Schütze des Tor des Monats Juli 2009 seine Karriere beendete, wechselte er die Sportart und wurde Kickboxer.

296 Bundesliga-Spiele und 81 Einsätze für die deutsche Nationalelf - aber in Jena ging es für Bernd Schneider los. In der eigenen Jugend ausgebildet, ging "Schnix" an den Kernbergen seine ersten Schritte im Profi-Fußball und bewies schon sehr früh, was für ein feines rechtes Füßchen er hat. Er gehört auf den rechten Flügel, ganz klar.

Angriff

Auf die Nummer drei der erfolgreichsten Torjäger im "Paradies" wollen wir nicht verzichten: 83 Treffer erzielte Sebastian Hähnge im FCC-Dress. Besonderen Anteil hatte er an zwei Aufstiegen. 2004/05 schoss er den Klub mit 22 Toren in die Regional- und ein Jahr später mit 15 Treffern in die 2. Bundesliga. Ihm zur Seite stellen wir Heiko "Benno" Weber.

Die Top11 von Carl Zeiss Jena auf einen Blick:

Carsten Nulle - René Klingbeil, Alexander Maul, Ralf Schmidt - Bernd Schneider, René Eckardt, Jan Simak, Torsten Ziegner, Orlando Smeekes - Heiko Weber, Sebastian Hähnge

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