Carl Zeiss Jena: Welcher Trainer-Typ passt?

Sportliche Kompetenz im Paradies gesucht

Chris Förster auf dem Platz

Wen zaubert Geschäftsführer Chris Förster aus dem Hut? ©Imago images/Bild13

Der FC Carl Zeiss Jena ging eigentlich mit besten Voraussetzungen in die Spielzeit. Im Endspurt der Vorsaison wurde in einem starken Finish der nicht mehr für mögliche Klassenerhalt erreicht. Fans, Spieler und Verantwortliche lagen sich in den Armen. Trainer Lukas Kwasniok wurde von den Anhängern auf Händen getragen – der ganze FCC wirkte wie eine starke, trotzige Einheit.

Mit diesem Gefühl im Rücken schien dieses Mal eine deutlich sorgenfreiere Saison möglich – zumal Kwasniok die gesamte Sommervorbereitung Zeit hatte, seine Mannschaft auf seinen Spielstil einzuschwören. Mit Ballbesitz sollte der FCC agieren, technisch anspruchsvolles Kurzpassspiel wurde gefordert: Umsetzen konnte Jena dies nur selten. Bei der Frage, welchen Trainer-Typen Carl Zeiss nun braucht, ist daher auch zu beachten: Welchen Sportdirektor-Typen braucht Jena?

Fachmann benötigt

Denn von den vielen Neuzugängen, die im Sommer kamen, überzeugten nur die wenigsten. Sportliche Kompetenz, mit dem richtigen Auge für Talente und unterbewertete Spieler, diese Fähigkeit ist in der Jenaer Führungsetage nicht ausgeprägt und muss wieder Einzug halten, um den Verein langfristig zu stabilisieren.

Kurzfristig ist für dieses Unterfangen der neue Trainer zuständig. Doch welcher Coach kann dem FCC in dieser Situation neue Impulse geben und ein spielerisches Korsett verpassen, in dem die Mannschaft erfolgreich ist? Das Jenaer Umfeld träumt bereits von einer Rückholaktion von Mark Zimmermann, der die Carl-Zeiss-DNA stets perfekt verkörperte – dass Zimmermann, der mit dem 1. FC Köln II Platz vier der Regionalliga West belegt, allerdings ins Paradies zurückkehrt, ist unwahrscheinlich.

Nichts zu verlieren

Stattdessen wird sich der Kandidatenkreis auf andere Trainer reduzieren – die angesichts der aktuellen Situation des FCC nichts zu verlieren haben oder die 3. Liga unabhängig von der derzeitigen Lage des Vereins als Chance begreifen, so wie zum Beispiel Ersan Parlatan, der im August beim Berliner AK entlassen wurde.

Bei Parlatan stehen 99 Regionalliga-Spiele in der Vita. Allerdings braucht Jena einen Trainer, der die nötige Erfahrung sowohl in Liga drei, als auch im Abstiegskampf mitbringt – Geschäftsführer Chris Förster hatte dieses Kriterium bei der Trainersuche bereits genannt.

Logisch, dass in diesem Zusammenhang auch der Name Rico Schmitt fällt, auch wenn dieser in der vergangenen Saison mit dem VfR Aalen im Abstiegskampf nicht bestehen konnte. Unabhängig von der eigenen Spielphilosophie ist der kommende Jenaer Übungsleiter allerdings auch als Krisenmanager gefordert.

Die Fähigkeit, den Spielern in Einzelgesprächen wieder mehr Zuversicht zu geben, generell eine gute Kommunikationsfähigkeit wird eine wichtige Rolle spielen, wenn der FCC den Anschluss an das rettende Ufer nicht verlieren will – genauso muss Jena allerdings weiter vorausblicken. Ein Abstieg käme nach jetzigem Stand nicht überraschend, ein Neuaufbau wäre nötig. Diesen mitzutragen, wäre eine Herausforderung für den kommenden FCC-Coach: Standhaftigkeit und Charakterstärke ist im Paradies also ebenso gefragt.

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