Chapeau, Moritz Stoppelkamp

Die besondere Leistung des 5. Spieltags

Moritz Stoppelkamp feiert mit den MSV-Fans.

Überragende Leistung und zwei Tore: Auch von uns gibt’s zwei Daumen für Moritz Stoppelkamp. ©imago images/MaBoSport

Wie immer und erst recht nach Niederlagen wie diesen sucht der kleine Zwickauer Trainer mit dem großen Fußballherzen die Nähe zu seinen Spielern. Jeder, wirklich jeder, erlebt seine Umarmung, seinen Handschlag, seinen Trost. Keinen lässt er aus. Keinen, vor allem nicht den, bei es am Ende vielleicht besonders ruckelte.

Doch an diesem Nachmittag an der Wedau gilt die besondere Wertschätzung des Sportsmanns Joe Enochs auch einem der Duisburger Kontrahenten: Moritz Stoppelkamp hat diesem Match seinen Stempel aufgedrückt und somit die schmerzhafte Niederlage des starken FSV Zwickau besiegelt. Doch auch das möchte einer wie Enochs unbedingt würdigen. Als Stoppelkamp seinen Weg kreuzt, bleibt Enochs lange stehen. Sie reden, dann klopft er Stoppelkamp auf die Schulter und verabschiedet ihn mit gehobenem Daumen.

Stoppelkamp hat uns besiegt (FSV-Trainer Joe Enochs)

„Stoppelkamp hat uns besiegt. Er hat für den entscheidenden Unterschied gesorgt“, sagt Enochs im Gespräch mit Liga-Drei.de: „Mit seiner Antriebskraft, seinem erstaunlichen Tempo und seiner Entschlossenheit bei beiden Toren.“

Rund eine Stunde lang haben Enochs und seine wie immer vorbildlich kämpfenden, doch auch immer besser Fußball spielenden Zwickauer Lieberknechts Topstart-Kicker in so manche Verlegenheit gebracht und obendrein 1:0 geführt. Doch dann hat dieser Stoppelkamp – seinen bald 33 Jahren zum Trotz – schon wieder gewaltig aufgedreht und nach einem unaufhaltsamen Sturmlauf aus über 20 Metern den Ball ins äußerste Toreck gejagt.

Er trifft und trifft und trifft

„Das war die Wende dieses Spiels“, sagt Enochs . Er hätte im Nachgang fallenlassen können, dass seine Jungs nicht gut attackiert haben in diesem Moment. Doch Enochs sieht das lieber von der positiven Seite und stellt klar: „Der Moritz hat das einfach Klasse gemacht. Er hat uns alle abgeschüttelt wie einen lästigen Fliegenschwarm.“

Doch das war noch nicht alles für und von Moritz Stoppelkamp an diesem Tag. Als Zwickau wieder am Duisburger Abwehrzaun rüttelte und dem Torerfolg zum 2.2 sehr nahe war, hat der großartige Teamkapitän des MSV in Minute 90, in der die meisten des reiferen Fußballalters längst müde sind, noch einen Treffer draufgelegt: Wieder nach starkem Antrieb, wieder ohne Zaudern, ohne Zögern, doch mit viel Qualität beim Torschuss. Wieder genau ins äußerste Eck. Es war Stoppelkamps zweiter Doppelpack und siebter Treffer dieser Spielzeit. In keinem der fünf Liga-Auftritte ging er leer aus.

Anpassungsprobleme an Liga drei? Von wegen!

Als ihn der Reporter des WDR-Fernsehens nach dem Spiels fragte, warum er und der MSV so famos in die neue Runde gestartet sei, sagte Stoppelkamp: „Ich habe in meiner Laufbahn schon viele Vorbereitungen mitgemacht. Doch ein so hartes Programm wie hier beim MSV habe ich noch nie bewältigen müssen.“

Ein bisschen verrückt ist dies alles durchaus. Denn nach einer langen Fußballwanderschaft mit 71 Bundes- und 223 Zweitliga-Einsätzen geht der gebürtige Duisburger mit dem heimischen MSV Duisburg soeben zum ersten Male in seiner Karriere in der 3. Liga auf Torejagd.

Nun, welch ein Debüt des Moritz Stoppelkamp erlebt diese wunderbare Liga!

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