Chemnitzer FC: Bergner arbeitet Doppel-Abstieg auf

Coach sieht Teilverantwortung bei sich

Zwei Jobs - zwei Abstiege: CFC-Coach David Bergner

Bei zwei Absteigern erfolglos: CFC-Trainer David Bergner © imago/picture point

Trainer David Bergner nutzt die angebrochene Sommerpause zur Verarbeitung seiner letztlich erfolglosen Tätigkeiten bei den insolventen Absteigern Rot-Weiß Erfurt und danach Chemnitzer FC. Seine im deutschen Profi-Fußball mutmaßlich einmaligen Erlebnisse in rund einem halben Jahr beschäftigen den 44-Jährigen noch immer sehr intensiv.

Die Aufarbeitung gehöre zur aktuellen Phase, sagte Bergner der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 18.05.2018). Es müssten Lehren aus dem Erlebten gezogen werden.

Ich selbst bin nicht schuldlos. (CFC-Coach David Bergner)

Trotz der wahrhaftigen „Himmelfahrtskommandos“ bei beiden Klubs sieht der gebürtige Berliner teilweise Verantwortung bei sich. „Ich habe beide Mannschaften nicht zusammengestellt, jedoch sehe ich das nicht als Alibi für mich, weil ich selbst nicht schuldlos bin“, meinte Bergner weiter.

Sportlich schwache Bilanzen

Auf jeden Fall darf die ausgeklungene Saison für Bergner geradezu als traumatisch gelten. In Erfurt als Nachfolger von Stefan Krämer konnte der Coach die zumindest sportlich erhoffte Wende mit nur einem Punkt aus fünf Spielen ebenso wenig einleiten wie später auch Stefan Emmerling nicht mehr, in Chemnitz waren nach der Anmeldung Insolvenz letztlich auch nicht mehr als 15 Zähler aus 18 Begegnungen möglich.

In den schweren Zeiten beim CFC bekam Bergner jedoch wichtige Unterstützung durch seine Familie und Freunde. Bekannte Fußball-Fachleute in seinem Bekanntenpreis wie der Kollege Achim Steffens oder Ex-Präsident Thomas Till vom FC Sachsen stärkten dem Fußball-Lehrer durch Besuche von Chemnitzer Heimspielen zunächst den Rücken.

In der jüngeren Vergangenheit „haben sie aber zuletzt seltener angerufen“, berichtete Bergner. Die zurückliegenden Gespräche mit seinen Vertrauten sieht der Coach, der beim CFC momentan am Neuanfang in der Regionalliga arbeitet, inzwischen auch mit Galgenhumor: „Sie hatten wohl Mitleid.“

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