Chemnitzer FC: Externe Finanzierung für neuen Trainer

Sponsoren bezahlen Steffen-Nachfolger

Will bis Sonntag neuen Trainer finden: CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert

Trainersuche unter Zeitdruck: CFC-Sportchef Steffen Ziffert © imago/picture-point-le

Der Chemnitzer FC muss auf der Suche nach einem neuen Trainer nicht vorrangig auf das Geld achten. Der künftige Nachfolger des am Dienstag entlassenen Chefcoaches Horst Steffen soll offenkundig von Sponsoren bezahlt werden und nicht den Vereinsetat belasten.

Es wird eine externe Finanzierung über Sponsoren geben. (CFC-Sportchef Steffen Ziffert zur Bezahlung des künftigen Cheftrainers)

„Es wird für den neuen Cheftrainer eine externe Finanzierung über Sponsoren geben“, bestätigte CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 3.1.2018) die Planungen des Klubs.

Steffen noch bis 2019 auf der Gehaltsliste

Steffen war an seinem ersten Arbeitstag im neuen Jahr kurz vor dem Trainingsauftakt des Tabellenvorletzten nach gerade einmal etwas mehr als 200 Tagen im Amt beurlaubt worden. Der Vertrag des Ex-Profis bei den Sachsen läuft noch bis 2019 und im Falle des Abstiegs immerhin auch noch bis Saisonende. Zwei Trainer auf der Gehaltsliste würden für den CFC eine außerordentliche Belastung bedeutet haben.

Verwunderung über den Zeitpunkt der Trennung von Steffen über zwei Wochen nach der sechsten Liga-Pleite in Serie am dritten Adventwochenende kann Ziffert nachvollziehen. Man könne das „sicher hinterfragen“, meinte der 53-Jährige in der Freien Presse.

Die Verschwendung von Zeit für die Verpflichtung eines neuen Trainers rechtfertigte Ziffert jedoch mit dem Wunsch der Vereinsführung nach einer Entscheidung „nicht aus der Emotion heraus“. Durch das von Ziffert bestätigte Finanzierungsmodell für den künftigen Coach erscheint allerdings auch denkbar, dass der CFC seit Beginn der Winterpause vor einer Trennung von Steffen erst einmal das Budget für einen Nachfolger bei seinen Partnern absichern musste.

Bei der Trainersuche steht Ziffert aufgrund des am Sonntag beginnenden Trainingslagers in Spanien unter Zeitdruck. Laut Bild soll Stefan Krämer wenige Wochen nach seinem Rauswurf beim Drittliga-Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt den Himmelblauen bereits einen Korb gegeben haben. Nach FP-Angaben allerdings will Ziffert momentan auch eine interne Lösung mit Nachwuchschef Heiko Nowak als neuem Chefcoach nicht ausschließen.