Chemnitzer FC: Frahn-Kritik an Steffen-Rauswurf

Zeitpunkt des Trainer-Wechsels "ärgerlich"

Lob für Ex-Trainer Horst Steffen: CFC-Torjäger Daniel Frahn

Kritik an Trainerwechsel: CFC-Stürmer Daniel Frahn © imago/picture-point

Der Rauswurf von Trainer Horst Steffen zu Jahresbeginn sorgt beim Chemnitzer FC weiter für Unruhe. Torjäger Daniel Frahn machte im Trainingslager in Spanien aus seinem Unmut über den Trainerwechsel keinen Hehl.

Der Zeitpunkt sei für ihn überraschend gewesen, sagte Frahn im Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 9.1.2018): „Am ersten Tag den Trainer zu beurlauben, ist schon komisch und ärgerlich“, betonte der zehnfache Saisontorschütze außerdem.

Auch ein Pep Guardiola hätte die Dinger nicht verhindern können. (CFC-Stürmer Daniel Frahn über die Ohnmacht von Ex-Coach Horst Steffen)

Trotz aller sportlichen Probleme der Himmelblauen bewertet Frahn Steffens Arbeit im Rückblick auch positiv. Der frühere Coach hätte „die geringste Schuld“ an der Misere und hätte die Mannschaft „immer sehr gut eingestellt“. Für die Gegentore hätte Steffen nichts gekonnt: „Auch ein Pep Guardiola hätte die Dinger von draußen nicht verhindern können.“

Trainer-Wechsel als Hauruck-Aktion

Die Abwicklung des Trainer-Wechsels in Chemnitz irritierte nicht nur Frahn. Steffen war beim CFC am ersten Arbeitstag des neuen Jahres erst nach einer wochenlangen Hängepartie freigestellt worden. Zuvor waren die Himmelblauen bis zur Winterpause durch sechs Niederlagen in Folge auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Als Nachfolger verpflichteten die Sachsen am vergangenen Wochenende nur einen Tag vor der Abreise nach Spanien David Bergner.

Vom neuen Coach erwartet Frahn eindeutige Führung. Es sei jetzt von Bedeutung, „einen Trainer zu haben, der eine klare Linie hat“. Bergner, der erst vor wenigen Wochen beim Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt nach einem erfolglosen Kurzengagement als Cheftrainer wieder gehen musste, würde diese Erwartung den ersten Eindrücken zufolge erfüllen.

Ungeachtet seiner grundsätzlichen Skepsis in Bezug auf die Umstände des Trainerwechsels erhofft sich Frahn von Bergners Verpflichtung auch eine Reaktion der Mannschaft: Alle würden darauf setzen, „dass jetzt ein Ruck durchs Team geht“.