Chemnitzer FC: Frahns Appell an die Fans

Ex-Kapitän äußert sich

Daniel Frahn.

Verurteilt die Vorkommnisse in Chemnitz am Wochenende: Daniel Frahn. ©imago images/Picture Point

Anfang August trennte sich der Chemnitzer FC von Daniel Frahn. Der Klub begründete diese Entscheidung mit Frahns Nähe zu rechtsradikalen Gruppierungen. Nachdem CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik während des Auswärtsspiels bei der FC Bayern U23 am Wochenende von Teilen der Anhänger antisemitisch und rassistisch beleidigt wurde, äußert sich nun der ehemalige Kapitän.

„Diese unzumutbare Äußerungen von Teilen des Fan-Anhangs, bei denen Spieler und Verantwortliche beleidigt, rassistisch oder antisemitisch verunglimpft werden, sind vollkommen inakzeptabel – diese Personen gehören vom Verein ausgeschlossen“, fordert Frahn auf seiner facebook-Seite.

Absoluter Tiefschlag

Wie Chemnitz am Montag im Rahmen einer Pressemitteilung erklärte, hat der Klub zudem bereits am Sonntag Anzeige gegen diese Beschimpfungen erstattet. In einer davon wurde auch Bezug auf Frahn genommen, wie Chemnitz am Samstag mitteilte: So soll unter anderem die Aussage „Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger“ gefallen sein.

In seinem Statement bezeichnet der 32-Jährige dies als „absoluter Tiefschlag“ und kündigte an: „An diese Stelle distanziere ich mich ganz klar von solchen Äußerungen und werde mir strafrechtliche Schritte vorbehalten, sollte weiterhin mein Name in Zusammenhang mit rechtsradikalen Beleidigungen verwendet werden.“

Frahns Post endet mit einem klaren Appell: „Politische Diskriminierungen schaden sowohl massiv dem Verein als auch dem Ansehen der Stadt Chemnitz, unterlasst diesen Schwachsinn. Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form von Ausgrenzung verurteile ich aufs Äußerste!“

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