Chemnitzer FC: Müller als Vorstandsboss im Gespräch

Bundestagsabgeordneter soll Hänel-Nachfolge übernehmen

Stärkt Trainer Horst Steffen den Rücken: CFC-Sportchef Steffen Ziffert

Nimmt CFC-Team in die Pflicht: Sportchef Steffen Ziffert © imago/picture-point-le

Kurz nach der turbulenten Mitgliederversammlung zeichnet sich beim Chemnitzer FC eine Lösung für das Vakuum an der Vereinsspitze ab. Informationen der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 14.12.2017) gilt der Bundestagsabgeordnete Detlef Müller als erster Anwärter auf den verwaisten Posten des Vorstandsvorsitzenden.

Es ehrt mich sehr. (Detlef Müller zu seiner Nennung als Kandidat für die CFC-Spitze)

Müller hält sich allerdings vorerst noch bedeckt. Dass sein Name gehandelt werde, „ehrt mich sehr“, sagte der SPD-Politiker der Bild.

Vorstandsspitze seit Ende November verwaist

Der CFC-Aufsichtsrat sucht seit mehreren Wochen einen neuen Vorstandschef. Der voherige Amtsinhaber Matthias Hänel war Ende November im Zuge von Führungsquerelen bei den Sachsen zurückgetreten.

Kandidat Müller ist im Chemnitzer Sport kein Unbekannter. Von 2004 bis 2014 stand der 53-Jährige an der Spitze von Basketball-Zweitligist NINERS Chemnitz. Für Müller spricht außerdem seine intensive Vernetzung.

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Zu Müllers wichtigsten Verbindungen gehört der Kontakt zur Chemnitzer SPD-Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Die Stadt ist für die auch finanziell nicht auf Rosen gebetteten Himmelblauen einer der wichtigsten Partner.

Ungeachtet der fehlenden Bestätigung für Gespräche über eine künftige Tätigkeit an der CFC-Spitze schaltete sich Müller auch schon in das Geschehen beim Verein ein. Die Reihen müssten schnell geschlossen werden, sagte der designierte Kandidat zu den bei der Mitgliederversammlung offen zutage getretenen Grabenkämpfen: „Es gibt viel zu tun.“

Die bedeutendste Baustelle ist natürlich die sportliche Situation des Tabellenvorletzten. Vor dem Derby beim FSV Zwickau (Samstag) nahm Sportvorstand Steffen Ziffert den angezählten Trainer Horst Steffen aus der Schusslinie und die Mannschaft in die Pflicht. „Die Spieler müssen wieder das zeigen, wofür der CFC steht: ehrlichen und seriösen Fußball“, zitierte die Freie Presse Ziffert. Das Team müsse Fans und Unterstützern „endlich etwas zurückgeben“.

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