Chemnitzer FC: Ofosu sieht den Druck bei Ingolstadt

Der Angreifer spricht über seine Ex-Vereine

Reagy Ofosu überspringt Stuttgarts Vincenzo Marchese.

57 Mal war Reagy Ofosu in himmelblau unterwegs. ©imago images/Picture Point

Der Chemnitzer FC hat das Licht im Tabellenkeller wieder angeknipst. Vor rund vier Wochen, also nach dem 8. Spieltag, hatten die Himmelblauen magere drei Punkte auf dem Konto. Das rettende Ufer in Form des ersten Nichtsabstiegsplatzes war fünf Punkte entfernt.

Mit aktuell vier Punkten ist dieser Rückstand zwar nur minimal geschrumpft, nach zwei Siegen aus den letzten drei Spielen und der Amtsübernahme des neuen Trainers Patrick Glöckner herrscht jedoch Aufbruchsstimmung. Diese soll die Mannschaft auch gegen Ingolstadt am Samstag tragen.

Rollenverteilung als Chance für den CFC

Der Vorletzte muss zum Tabellensechsten, die Rollenverteilung vor dem Duell an der Donau ist damit klar. Doch genau darin sieht Reagy Ofosu im Gespräch mit Liga-Drei.de eine Chance für den CFC. „Gegen Ingolstadt haben auch viele Teams nicht das Gefühl, unbedingt punkten zu müssen, der Druck liegt da bei ihnen“, findet der Angreifer, der bei beiden Klubs spielte.

2012 wechselte er von seinem Jugendklub HSV zu den Schanzern, nach zwei Jahren zog er nach Chemnitz weiter. Von der 2. in die 3. Liga, in der Ofosu ein Premieren-Jahr erlebte, an das sich Alle, die es mit dem CFC halten, wohl auch heute noch gerne erinnern. Ofosu jedenfalls tut es.

Ich glaube, dass es für Chemnitz einfacher ist, die Klasse zu halten, als für Ingolstadt, aufzusteigen. (Reagy Ofosu)

„Wir hatten mit Karsten Heine einen Trainer, der eine klare Philosophie hatte. Er hat das Pressing eingeführt, das haben bis dato nicht viele Mannschaften der 3. Liga gespielt. So konnten wir uns viele Torchancen erarbeiten und es war schwer, uns zu bespielen“, schildert er die Gründe für den fünften Tabellenplatz, den Chemnitz in der Endabrechnung belegen sollte.

Mit drei Treffern und sechs Vorlagen hatte der Linksaußen daran großen Anteil, der nach seinem Geschmack noch größer hätte ausfallen können, wie er anmerkt: „Da ich selbstkritisch bin, muss ich zugeben, dass es von meinen persönlichen Zahlen her sogar noch besser hätte sein können. Da habe ich viel liegengelassen, trotzdem war ich zufrieden.“

Zufriedenheit dürfte sich den Himmelblauen einstellen, wenn es mit dem Erreichen des Saisonziels klappt. „Ich glaube, dass es für Chemnitz einfacher ist, die Klasse zu halten, als für Ingolstadt, aufzusteigen“, glaubt Ofosu, für den der Abschied aus Chemnitz im Januar 2016 der Auftakt für eine Europa-Tournee war.

An dem Tag soll die Mannschaft gewinnen, die mehr Herz zeigt. (Reagy Ofosu)

So stehen in seiner Vita Klubs in Österreich, Niederlande, Kroatien, Slowakei, Ungarn und seit Juli Rumänien, wo er für den Erstligisten FC Botosani auf Torejagd geht. „Natürlich hoffe ich, mich nochmal in Deutschland zeigen zu dürfen. In den letzten ein, zwei Jahren gab es Gespräche mit Klubs aus Deutschland, es hat sich aber im Endeffekt nicht so ergeben, wie ich es wollte. Aber man weiß ja nie, was die Zukunft bringt“, ist eine Rückkehr nach Deutschland natürlich ein Thema für Ofosu.

Was die unmittelbare Zukunft seiner beiden Ex-Klubs am Samstag ab 14 Uhr bringt, da will er sich nicht festlegen, die Partie als neutraler Beobachter verfolgen: „An dem Tag soll die Mannschaft gewinnen, die mehr Herz, mehr Leidenschaft zeigt und den Sieg einfach mehr will.“

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