Chemnitzer FC: Tim Campulka besteht Härtetest

Eigengewächs überzeugt gegen Ingolstadt

Tim Campulka am Ball für den Chemnitzer FC

Traute sich gegen Ingolstadt was zu: CFC-Eigengewächs Tim Campulka (r.). ©Imago images/Picture Point

Bislang musste sich Tim Campulka gedulden. Das Chemnitzer Eigengewächs wurde nach seinem Mittelfußbruch beständig aufgebaut, sammelte dann in den Heimspielen gegen Jena und Duisburg seine ersten Einsatzminuten als Joker. Am Samstag war es dann soweit: Campulka durfte von Beginn an ran, auf eben jener Position, auf der sonst der bulgarische Nationalspieler Georgi Sarmov agiert.

Wichtiger Faktor

Und Campulka merkte man die Lust, nach einer langen Verletzungspause endlich wieder von Anfang an auf dem Feld zu stehen, deutlich an. Zumal es sein erster Startelf-Einsatz in der dritten Liga war. Bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute verausgabte sich der 1,86 Meter große Mittelfeldmann an der Seite von Daniel Bohl und hatte so mitentscheidenden Anteil am Punktgewinn in Ingolstadt.

Bemerkenswert war, wie ruhig er dabei agierte, gegen eine Ingolstädter Mannschaft, bei der momentan zwar nicht alles rund läuft, die allerdings mit starken Einzelspielern bestückt ist. Kein Zweifel: Campulka ist in der Mannschaft sehr gut integriert. Das hat auch damit zu tun: Der 20-Jährige hat die Klub-DNA verinnerlicht.

Eigengewächse auf dem Vormarsch

Im sächsischen Bad Schlema aufgewachsen, kickte Campulka in frühester Jugend für Erzgebirge Aue, wechselte jedoch schon bald in den Chemnitzer Nachwuchsbereich. Dort ging er voran, zeitweise auch als Kapitän. In der U19-Bundesliga Nord/Nordost traf er in der Saison 2017/18 achtmal und lieferte zwei Vorlagen – damit war er an knapp 40 Prozent der CFC-Treffer in dieser Saison beteiligt.

Dies bescherte ihm bereits damals eine Einladung zu den Profis: Zwei Drittliga-Einsätze feierte er als 19-Jähriger, wurde gegen Magdeburg und Hansa Rostock eingewechselt. In der folgenden Regionalliga-Saison war Campulka fest im Wiederaufbau der Mannschaft eingeplant, allerdings bremste ihn zu Saisonbeginn eine Verletzung aus.

Was folgte, war eine echte Achterbahn für das CFC-Eigengewächs: Er kämpfte sich heran, speziell in der Winter-Vorbereitung bescheinigte ihm Ex-Coach David Bergner damals starke Leistungen. Zu Beginn der Rückrunde der Spielzeit 2018/19 stand er viermal in der Startelf – nur um dann erneut verletzungsbedingt zuschauen zu müssen. Der eingangs erwähnte Mittelfußbruch stellte Campulkas Leidensfähigkeit unter Probe.

Dass sich er sich davon nicht beirren ließ, wurde am Samstag belohnt. Der Einsatz Campulkas macht dabei einmal mehr deutlich, dass der CFC den eingeschlagenen Weg mit der nachhaltigen Einbindung eigener Jugendspieler fortsetzen möchte. Ein Beispiel dafür ist bekanntlich noch Erik Tallig, der in drei Pflichtspielen in Folge traf.

Wie Campulka ist auch Tallig ein echtes Chemnitzer Eigengewächs, beide haben im Nachwuchsbereich zusammengespielt. Die CFC-Eigengewächse zahlten das Vertrauen zuletzt zurück. Kann Campulka Leistungen wie gegen Ingolstadt stabil abrufen, wird es nicht sein letzter Startelf-Einsatz gewesen sein.

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