Dave Gnaase: Es war die richtige Entscheidung

Kickers-Neuzugang über Wechsel & Ziele

Dave Gnaase im Duell mit dem Cottbuser Kevin Weidlich

Dave Gnaase will nach seinem Wechsel zu den Würzburger Kickers offensiv noch mehr Akzente setzen. ©imago/foto2press

Dave Gnaase durchlief seit 2010 die Jugend des 1. FC Heidenheim – durchbrochen von einer halbjährigen Leihe zur SpVgg Neckarelz von Anfang bis Mitte 2016. Aufgrund mangelnder Spielpraxis zog es ihn nach Würzburg. Hier bei den Kickers unternimmt der Mittelfeldspieler nun einen zweiten Anlauf, um im Profigeschäft Fuß zu fassen. Die Anfänge bei dem bayrischen Drittligisten wirken zumindest vielversprechend.

Herr Gnaase, im Sommer haben Sie in Heidenheim Ihren Vertrag aufgelöst, um bei den Würzburger Kickers anzuheuern. Was läuft eine Liga tiefer nun besser für Sie?
Dave Gnaase: „In Heidenheim hat es für mich einfach nicht mehr gepasst. Hier in Würzburg habe ich vom ersten Tag an – schon seit den ersten Gesprächen – das nötige Vertrauen gespürt und gemerkt, dass ich mich hier weiterentwickeln kann. Die Vorbereitung lief gut für mich, die ersten Ligaspiele habe ich jetzt auch gemacht. Daher kann ich bis jetzt ganz klar sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Es ist schön, wieder spielen zu können, auch wenn es eine Liga tiefer ist. Aber das spielt für mich keine Rolle.“

Wie zufrieden sind Sie denn mit Ihrem persönlichen Saisonstart?
Gnaase: „Im ersten Spiel direkt ein Tor zu erzielen, ist natürlich geil. Leider haben wir dieses Spiel dann auf eine bittere Art und Weise verloren. Aber auch über die bisherigen Spiele gesehen fühle ich mich gut. Natürlich weiß ich, dass ich noch etwas brauche, um wieder richtig reinzukommen. Aber es läuft schon richtig gut, so fühle ich mich auch. Das Vertrauen hier hat mir auf jeden Fall geholfen.“

Das ist natürlich geil. (über sein Tor im ersten Spiel)

Allerdings haben Sie bei keinem Ihrer vier Einsätze über die vollen 90 Minuten gespielt. Gibt es da noch ein Fitnessdefizit bei Ihnen oder hat das andere Begründungen?
Gnaase: „Nein, ein Fitnessdefizit gibt es nicht. Ich habe letztes Jahr nicht gespielt und das nach dem ersten Spiel in dieser Saison direkt gemerkt. Es ist eben doch noch mal etwas anderes, 90 Minuten in einem Ligaspiel durchzupowern. Da macht mir hier aber auch niemand Vorwürfe. Mittlerweile würde es auch schon wieder über die volle Distanz klappen. Das weiß auch der Trainer. Für mich war es nicht schlimm, bisher nicht durchgespielt zu haben. Und ich denke, dass es in den nächsten Spielen soweit sein wird.“

Wie ordnen Sie den Saisonstart der gesamten Mannschaft ein?
Gnaase: „Man konnte in der Vorbereitung schon sehen, dass wir kicken können und eine gute Truppe sind. Das erste Saisonspiel in Osnabrück haben wir ziemlich unglücklich verloren. Dadurch wurde es etwas schwerer für uns, vernünftig in die Saison zu starten. Mit unseren ersten beiden Siegen sind wir jetzt auf jeden Fall wieder auf einem guten Weg.“

Gegen Cottbus hat es Klick gemacht. (über den Glauben des Teams an sich selbst)

Nach dem 3. Spieltag war der FWK Tabellenletzter. Wie konnte sich das Team so schnell wieder fangen?
Gnaase: „Jeder wusste einfach, was wir als Mannschaft im Stande sind zu leisten. Das zeigen wir jeden Tag im Training und haben wir auch schon in den Vorbereitungsspielen bewiesen. Also hat auch jeder in der Mannschaft gefühlt, dass der Zeitpunkt kommt, ab dem wir wieder gewinnen werden. Das hatten wir in unseren Köpfen, gegen Cottbus hat es dann Klick gemacht.“

Dadurch ist die Mannschaft nun wieder auf dem Weg in ruhigere Gefilde. Was muss nun getan werden, um dort auch wirklich zu bleiben?
Gnaase: „Die letzten beiden Spiele haben klar gezeigt, dass wir gegen gute Teams nicht nur mithalten, sondern sie auch schlagen können. Wir sind gut drauf, wollen auch am Samstag die drei Punkte zu Hause behalten und die Siegesserie fortsetzen.“

Wir benötigen jetzt erst einmal eine gewisse Konstanz. (über die Saisonentwicklung der Kickers)

Das heißt, jetzt sehen wir schon die echten Kickers?
Gnaase: „Das kann man schon so sagen. Mit dem überzeugenden Heimsieg gegen Cottbus und dem 4:0 in Rostock hatten wir zwei überragende Spiele. Das sind jetzt schon so in etwa die Kickers, die wir sein wollen. In dieser Liga kann aber alles schnell gehen, wir benötigen jetzt erst einmal eine gewisse Konstanz.“

Sie haben das Spiel am Samstag angesprochen. Da ist der SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Wie erwarten Sie Ihren Gegner?
Gnaase: „Wir werden auf eine Mannschaft treffen, die eine große Qualität besitzt und natürlich alles versuchen wird, um wieder ein Erfolgserlebnis zu erlangen. Aber ich möchte gar nicht zu sehr auf unseren Gegner eingehen, denn wir haben, wie gesagt, die letzten zwei Spiele gezeigt, was wir können. Und wenn wir diese Leistung erneut bringen werden, werden wir am Samstag auch unseren fünften Pflichtspielsieg in Folge feiern.“

Noch mal zu Ihnen konkret: Ein Saisontor ist schon verbucht – das dazu auch noch ein sehr schönes war. Soll das Torkonto in naher Zukunft noch aufgefüllt werden?
Gnaase: „Natürlich sollen da noch einige Tore dazukommen (lacht). Ich hoffe, dass ich der Mannschaft am Samstag wieder helfen kann. Einen Treffer zu erzielen, wäre natürlich klasse. Ich habe mir vorgenommen, diese Saison ein paar Tore mehr zu schießen, mache mir aber keinen Druck. Und noch ist die Saison ja jung.“

Vielen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch, Herr Gnaase!

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