DFB: Financial Fairplay in 3. Liga eingeführt

Auch die Nachwuchsförderung wird unterstützt

Peter Frymuth erhofft sich einen positiven Effekt für die Nachwuchsförderung in der 3. Liga.

Will mit diesen Maßnahmen die Nachwuchsförderung unterstützen: DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. ©Imago/Jan Huebner

Um die Talentförderung zu optimieren und die wirtschaftliche Situation der Klubs zu verbessern, hat der DFB unterstützende Maßnahmen verabschiedet. Diese treten bereits zur aktuellen Saison 2018/19 in Kraft und bescheren den 20 Klubs insgesamt 3,5 Millionen Euro.

100.000 Euro pro Leistungszentrum extra

2,95 Millionen Euro werden dabei über einen Nachwuchsfördertopf ausgeschüttet, die restlichen 550.000 Euro über das Financial Fairplay.

„In beiden Fällen handelt es sich bewusst um Belohnungssysteme, die in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen entwickelt wurden. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von nachhaltigem Arbeiten und Wirtschaften“, wird DFB-Vizepräsident Peter Frymuth in der offiziellen Mitteilung zitiert.

Bisher erhielten Klubs mit einem offiziell anerkannten Leistungszentrum 50.000 Euro plus 25.000 Euro pro erzieltem Stern. Diese werden nach festgelegten Richtlinien des DFB gemessen, maximal kann ein Klub drei Sterne erreichen. So wurden bisher maximal 125.000 vom DFB pro Leistungszentrum ausgeschüttet. Diese Zahlungen werden auch weiterhin geleistet.

Die Gelder aus dem Nachwuchsfördertopf fließen zusätzlich und betragen 100.000 Euro für jeden Club, der ein Leistungszentrum betreibt – unabhängig von der Anzahl der Sterne. Zwei Beispiele: Ein Club mit einem Zwei-Sterne-Leistungszentrum erhält künftig also 200.000 Euro statt vorher 100.000 Euro.

Das Leistungszentrum des 1. FC Kaiserslautern wird derzeit mit drei Sternen bewertet. Die Roten Teufel bekommen dafür also zukünftig 225.000 Euro statt bisher 125.000 Euro.

Einsatzzeiten für deutsche U21-Spieler werden belohnt

Für die Verteilung der restlichen Gelder des Topfes ist entscheidend, wie viele Einsatzminuten U21-Spieler mit deutscher Staatszugehörigkeit an den ersten 33 Spieltagen der Saison gesammelt haben. Der DFB will dadurch vermeiden, dass Teams, für die es in der Schlussphase der Saison um nichts mehr geht, aus finanziellen Gründen nur noch U21-Spieler einsetzen. Diese Einsatzminuten werden dann mit zwei Faktoren – wie viele Jahre ist der Spieler bereits im Verein und wie viele Sterne hat das Leistungszentrum – multipliziert.

So wird der VfL Osnabrück beispielsweise Fördergelder für Stefan Tigges erhalten. Der Rechtsaußen ist nach dem 01. Juli 1997 geboren, deutscher Staatsbürger und absolvierte für die Lila-Weißen in dieser Saison bereits 178 Minuten in der 3. Liga.

Weitere 550.000 Euro durch Financial Fairplay

Für das Financial Fairplay sind zwei Kriterien wichtig. Zum Einen, ob ein Verein ein positives wirtschaftliches Saisonergebnis erzielt hat – oder umgangssprachlich: hat er mehr eingenommen als ausgegeben? Zum Anderen, wie hoch seine Planungsqualität war. Für jedes Kriterium werden jeweils 275.000 Euro an die Klubs ausgeschüttet – in der Summe also 550.000 Euro.

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