Drittligisten offenbar uneinig über Spielabsagen

Auch Saisonabbruch ist im Gespräch

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2020 | 08:54

Die 3. Liga Symbolbild

Die dritte Liga pausiert gezwungenermaßen. ©Imago Images/Noah Wedel

Am gestrigen Mittwoch gab der DFB bekannt, die Spieltage 28 und 29 zu verschieben. Vorangegangen war dieser Entscheidung eine Abstimmung zwischen den Vereinen, auf der allerdings offenbar Uneinigkeit herrschte, wie weiter verfahren werden solle.

So berichtet der Kicker (Ausgabe vom 12.3.2020), dass sich zehn Klubs für die Verlegung aussprachen, während acht Klubs für Geisterspiele plädierten. Interessant: Zwei Vereine sprachen sich scheinbar für einen kompletten Abbruch der laufenden Saison aus.

Wie geht es weiter?

Interessant ist der Fakt, da zwar nun eine Regelung für die kommenden beiden Spieltage getroffen wurde, allerdings noch unklar ist, wie es ab dem 30. Spieltag weitergeht. Darüber soll am Montag beraten werden.

Der DFB lädt an diesem Tag den Drittliga-Ausschuss sowie Vertreter aller Klubs zu einer außerordentlichen Versammlung. Die oberste Maxime war bereits von verschiedenen Vereinsvertretern und auch vom DFB selbst in Person von Generalsekretär Friedrich Curtius vorgegeben worden: "Die Gesundheit steht über allem."

Gleichzeitig betonte der DFB allerdings auch, die wirtschaftlichen Interessen der Vereine wahren zu wollen, für Vereinsvertreter wie Haching Präsident Manfred Schwabl war es "essenziell, dass eine ganzheitliche Lösung gefunden wird".

Die ausgefallenen Spieltage 28 und 29 sollen derweil Anfang Mai nachgeholt werden - ob dies allerdings so kommt, steht in den Sternen. Der DFB gibt sich in einer neuen Mitteilung auf seiner Verbandshomepage vom heutigen Donnerstag den 12. März jedenfalls kryptisch: "Alle Beteiligten sind sich dabei im Klaren, dass die weiteren Folgen des Coronavirus auf den Spielbetrieb der laufenden Saison noch nicht in vollem Umfang abzusehen sind".