Dynamo Dresden: Diawusie und seine Waffen

Flügelstürmer hat sich einiges vorgenommen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 14.08.2020 | 08:48
Agyemang Diawusie (r.) gegen Viktoria Köln.

Agyemang Diawusie (r.) will nach einer schweren Zeit in Ingolstadt nun bei Dynamo durchstarten. ©imago images/Stefan Boesl

Hinter Agyemang Diawusie liegt keine einfache Zeit. Der Neuzugang von Dynamo Dresden stand die vergangenen beiden Jahre, unterbrochen von einer sechsmonatigen Leihe, beim FC Ingolstadt unter Vertrag, konnte sich bei den Schanzern aber weder in Liga zwei noch nach dem Abstieg eine Klasse tiefer durchsetzen.

Einen „Spieler mit viel Entwicklungspotenzial“ sieht SGD-Geschäftsführer Sport Ralf Becker im 22-Jährigen, wie er bei der Verpflichtung von Diawusie betonte. Potenzial, dass der Flügelstürmer bereits bei der knappen 2:3-Testspielniederlage gegen Hertha BSC II im Dynamo-Dress andeutete und in anderthalb Leihjahren bei Wehen Wiesbaden auch in Pflichtspielen auf den Platz brachte.

über Tempo & Eins-gegen-eins-Situationen
„ Das sind meine Waffen, das ist mein Spiel! ”
Agyemang Diawusie

„Tempo und Eins-gegen-eins – das sind meine Waffen, das ist mein Spiel! Ich denke, da werden noch viele Szenen kommen“, verspricht Diawusie nun den Dynamo-Fans via Sportbuzzer, in der kommenden Spielzeit liefern zu wollen.

Die vom gebürtigen Berliner ins Feld geführten Waffen, welche auch Becker bei dessen Vorstellung hervorhob, wird Dresden mit hoher Wahrscheinlichkeit in der kommenden Spielzeit dringend benötigen. In der 3. Liga kommt auf die Schwarz-Gelben eine andere Rolle zu als noch zuletzt in der 2. Bundesliga.

Veränderte Rolle für die SGD

Der gewaltige Umbruch spülte neben einigen prominenten Namen für Liga3-Verhältnisse auch jede Menge Qualität in Elbflorenz an. Ein Großteil der Gegner im kommenden Jahr wird gegen die runderneuerte Elf von Trainer Markus Kauczinski wohl den Fokus auf eine kompakte Defensive inklusive wohldosierter Nadelstiche setzen.

Dynamo wird somit häufig das Spiel machen und tiefstehende Gegner knacken müssen. Tempo und Spielwitz über die Außen – mit Panagiotis Vlachodimos bringt ein weiterer Neuzugang die gleichen Fähigkeiten mit – sind da ein probates Mittel, um Lücken aufzureissen. Das Duo kann auf beiden Seiten eingesetzt werden, regelmäßige Positionswechsel, um den Gegner immer wieder vor neue Herausforderungen zu stellen, dürften daher ebenfalls häufiger zu beobachten sein.

Dass Diawusie ein Spieler ist, der gegen tiefstehenden Abwehrreihen für Furore sorgen und den Unterschied ausmachen kann, dürfte seit seinen zwei Engagements bei Wehen Wiesbaden bekannt sein: Für die Hessen steuerte er in 49 Drittliga-Partien sechs Treffer und 16 Vorlagen bei. Potenzial, auf das auch Becker und Dynamo Dresden nun hoffen.