Dynamo Dresden: Erstes Tor entscheidet

Kaum bezwingbar mit einer Führung im Rücken

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 02.12.2020 | 16:13
Kevin Broll beim Auswärtsspiel auf dem Betzenberg.

In den letzten Spielen war SGD-Keeper Kevin Broll kaum zu überwinden. ©imago images/Eibner

Der Ausspruch „Nächstes Tor entscheidet“ ist wohl jedem bekannt, der in der Jugend auf dem Bolzplatz unterwegs war. „Erstes Tor entscheidet“ könnte es allerdings für Dynamo Dresden im Heimspiel gegen Uerdingen am kommenden Samstag heißen.

Denn die formstarke SGD spielt mit einer Führung im Rücken meistens sehr souverän auf. In zehn ihrer 13 Partien lag die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski vorne, das ist Liga-Höchstwert. Ebenso wie die acht Siege, zu denen die entweder über die Zeit geretteten oder noch ausgebauten Führungen im Endeffekt führten. Nur Zwickau und Saarbrücken gelang es bislang, einen Rückstand gegen Dynamo noch zu drehen.

KFC kein Comeback-Spezialist

Erschwerend kommt für die Gegner hinzu, dass Dresden nach dem Seitenwechsel kaum zu knacken ist. Erst zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit musste Kevin Broll bisher hinnehmen, ein weiterer Spitzenwert. Durch die Umstellung auf eine Dreierkette agierte Dresden zudem in den letzten vier Spielen äußerst kompakt, so musste der Torhüter bei den vier Siegen insgesamt nur zwei Mal hinter sich greifen.

Für den KFC Uerdingen sind das insofern schlechte Nachrichten, als dass die Krefelder wahrlich keine Comeback-Spezialisten sind. Acht Mal liefen die Schützlinge von Stefan Krämer bislang einem Rückstand hinterher. Die magere Ausbeute: Vier Punkte, die mit einem Unentschieden gegen die „kleinen Bayern“ und einem Sieg über Zwickau eingefahren wurden.

Glaubt man der Statistik, kommt es aber noch dicker für den KFC. Denn Torgefahr ist von ihm vor dem Pausenpfiff nicht wirklich zu erwarten, erst zwei Treffer durfte Uerdingen im ersten Durchgang bejubeln.

Dynamo stellt in dieser Statistik mit elf Toren die viertbeste Offensive. Bringen die Gastgeber die Qualität im Kader also erneut auf den Rasen und gehen in Führung, wird es für die Gäste äußerst schwer, etwas Zählbares aus dem Rudolf-Harbig-Stadion mitzunehmen.