Dynamo Dresden: Kauczinski-Lob trotz Pokalaus

"Die ganzen letzten Wochen sind nicht vergessen."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 23.12.2020 | 09:29
Markus Kauczinski bei Dynamo Dresden

Bandbreite von ruhig bis impulsiv: SGD-Coach Markus Kauczinski

„Mehr war heute nicht drin“, sagte Markus Kauczinski mit ineinander verschlungenen Fingern in aller Ruhe, als er nach der Pokalniederlage gegen Darmstadt 98 auf dem Presse-Podest saß.

Die Analyse der Pleite viel kurz aus, „zu hektisch“ habe seine Mannschaft agiert, die Bälle waren „zu schnell weg“. Mit den Feinheiten hielt sich der SGD-Coach allerdings nicht zu lange auf. Vielmehr war er sichtlich darum bemüht, seine Mannschaft aufzurichten.

So sei es letztlich fast normal gewesen, „dass das Tempo nicht so da ist, dass du dich nach dem 0:2 nicht mehr so aufbäumen kannst, wie wir das die letzten Wochen getan haben, das war sehr emotional. Wir sind immer an unsere Grenzen gegangen und darüber hinaus. Das war heute einfach nicht möglich, ich mache der Mannschaft da überhaupt Vorwurf.“

Hindernisse überwunden

Kauczinski zieht damit auch ein Fazit der bisherigen Hinrunde. In den ersten Partien wurde an der Elbe zumeist noch die Durchschlagskraft vermisst, wie nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Ingolstadt. Danach lag die SGD nur auf Rang elf, nur fünf Saisontore bedeuteten den zweitschlechtesten Wert der Liga.

Folgen sollte allerdings nur noch eine Niederlage (gegen den 1. FC Saarbrücken). Speziell die Systemumstellung auf die 3-5-2-Grundordnung verlieh der Mannschaft Sicherheit. Von den letzten acht Ligaspielen gewann die SGD sieben, bei einem Remis. Und siehe da: Mit im Schnitt 1,76 erzielten Toren pro Spiel gehört Dynamo in dieser Hinsicht nun zu den besten fünf Teams der Liga.

„Die ganzen letzten Wochen sind nicht vergessen, sie geben uns viel Selbstbewusstsein“, sagt Kauczinski in sich gekehrt, gleichzeitig sei es allerdings durch die von Darmstadt 98 aufgezeigten Grenzen „nicht schlimm zu sehen, dass noch ein Weg vor einem liegt.“

Dieser Weg geht am 11. Januar weiter, wenn Dynamo zum Auswärtsspiel bei Türkgücü München antritt. Die Mini-Winterpause davor sollte der Mannschaft entgegenkommen, die zuletzt arg strapazierten Körner wieder aufzuladen.