Dynamo Dresden: Kauczinski vermisst die Durchschlagskraft

SGD tritt auf der Stelle

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 24.10.2020 | 16:57
Markus Kauczinski bei Dynamo Dresden

Hadert mit der Niederlage gegen Ingolstadt: SGD-Trainer Markus Kauczinski. ©Imago images/kolbert-press

Zwei Niederlagen in Folge, derzeit Platz neun. Das hatte sich die SGD sicherlich anders vorgestellt. Nach der ersten Saisonniederlage bei der U23 des FC Bayern argumentierte Trainer Markus Kauczinski noch, dass seine Team „in der Findung sei“ und mit zwei Siegen in Folge wurden die Gemüter beruhigt.

Die Heimpartie gegen Zwickau und die 0:1-Niederlage in Ingolstadt zeigten die Schwächen Dynamos allerdings auf und diese liegen zuvorderst in der Offensive. Sein Team hatte „vorne nicht die nötige Durchschlagskraft“, so Kauczinski selbst auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Schanzer.

Zahlen bereiten Sorgen

Kämpferisch bescheinigte er seinen Mannen einen guten Auftritt, was aufgrund der zweiten Halbzeit gerechtfertigt ist. Der Angriff stockte allerdings nicht das erste Mal, was ein Blick auf die Statistiken schonungslos offenlegt. Fünf Saisontore erzielte die SGD bisher, nur der MSV Duisburg – der allerdings noch zwei Nachholspiele zu bestreiten hat – brachte den Ball bisher noch seltener im gegnerischen Gehäuse unter.

Es fehlt an den Ideen, um gegnerische Abwehrreihen zu knacken, wobei sich Dynamo das Leben dabei selbst schwer macht. Zu oft laufen Hosiner und Co. einem Rückstand hinterher. Gegen Ingolstadt kassierten sie bereits das fünfte Gegentor in der ersten halben Stunde des Spiels – ligaweit ist nur der SV Meppen noch anfälliger in diesen Minuten.

Letztlich hilft es der Kauczinski-Elf auch nichts, dass die Niederlage in Ingolstadt auch aufgrund einer mäßigen Schiedsrichterleistung zustande kam. „In meinen Augen bleibt uns kurz vor dem Ende ein glasklarer Elfmeter für Stefaniak verwehrt. Doch da können wir nichts machen“, so Kauczinski.

Was fast schon resigniert klingt, muss die SGD nun in positive Energie ummünzen, ehe es am kommenden Samstag gegen den SV Meppen geht. Mit 14 Gegentoren hat dieser zurzeit die zweitanfälligste Defensive der Liga – dann muss die Dynamo-Offensive liefern.