Dynamo Dresden: Viele Baustellen für Becker

Aktuell nur ein Rumpfkader vorhanden

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 03.07.2020 | 12:45

SGD-Geschäftsführer Ralf Becker.

Auf Dynamos Geschäftsführer Ralf Becker wartet ein arbeitsreicher Sommer. ©imago images/Michael Schwartz

Am vergangenen Mittwoch hat Ralf Becker seine Tätigkeit als Geschäftsführer Sport bei Dynamo Dresden aufgenommen. Gemeinsam mit Trainer Markus Kauczinski liegt es nun am 49-Jährigen, für die kommende Spielzeit einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. Da aktuell nur ein Rumpfkader über den Sommer hinaus gebunden ist, wartet auf das Duo viel Arbeit.

Denn Bedarf an Neuzugängen herrscht in nahezu allen Mannschaftsteilen. Lediglich im Tor herrscht Kontinuität, wo die Verantwortlichen gerne die etatmäßige Nummer zwei Patrick Wiegers halten möchten, um mit ihm als Back-Up hinter Stammkeeper Kevin Broll in die Saison zu gehen.

Keine Außenverteidiger mehr da

Eine Reihe weiter vorne steht mit Kevin Ehlers nur noch ein Verteidiger unter Vertrag. Beim Eigengewächs, das auch bei höherklassigen Klubs Interesse weckte, stehen die Chancen auf einen Verbleib nach unseren Informationen aber gut. Ob Marco Hartmann weiterhin für die SGD auflaufen wird, will Becker mit dem Kapitän nach dessen Urlaub besprechen.

Auf den defensiven Flügeln wird Dynamo bei Null anfangen müssen. Durch den Abstieg lief der noch bis 2022 laufende Kontrakt von Linus Wahlqvist aus, da dieser keine Gültigkeit für die 3. Liga besaß. Ein erneutes Engagement an der Elbe erscheint äußerst unwahrscheinlich, der Schwede soll im In- und Ausland Interesse geweckt haben.

Für die defensive Mittelfeldzentrale steht neben Matthäus Taferner, der ebenso wie Angreifer Vasil Kusej von einer Leihe nach Innsbruck zurückkehrt, noch Jannis Nikolaou zur Verfügung. Der 26-Jährige soll jedoch eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag haben, die einen Abgang vor seinem Vertragsende 2021 ermöglicht.

Schmidt soll wiederkommen

Auch in der Offensive wird sich der Dynamo-Kader 2020/21 drastisch vom Vorjahr unterscheiden. Justin Löwe und Sascha Horvath sind die einzigen verbliebenen Mittelfeldspieler, für die Flügel ist mit Osman Atilgan nur noch ein Akteur da. Üppiger ist das Angebot im Sturmzentrum, wo allerdings mit Ausnahme von Alexander Jeremejeff keiner der fünf Spieler älter als 21 Jahre ist.

Der erfahrene Schwede wird mit dem VfL Bochum in Verbindung gebracht und könnte in Anbetracht eines bis 2022 gültigen Vertrages eine Ablösesumme in die Dynamo-Kasse spülen. Die Wunschlösung der Verantwortlichen auf die Nachfolge war bereits da und soll wiederkommen: "Wir werden alles versuchen", versprach Becker bei seiner Vorstellung, angesprochen auf Heidenheim-Leihgabe Patrick Schmidt. Ob die SGD beim 26-Jährigen Chancen hat, dürfte aber auch vom Ausgang der Relegation abhängig sein, an der sein Stammklub teilnimmt.

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