Eintracht Braunschweig: Die Hoffnungen ruhen auf Nyman

Der Schwede braucht "noch Zeit"

Der Schwede feierte nach acht Monaten Verletzungspause seine Comeback.

Gab gegen Uerdingen sein Debüt in der 3. Liga: Braunschweigs Christoffer Nyman (r.). ©Imago/Revierfoto

Am 18. März war die Welt für Eintracht Braunschweig noch in Ordnung. Gerade hatte der Zweitligist beim MSV Duisburg gewonnen und war dadurch auf Tabellenplatz neun geklettert, Christoffer Nyman hatte mit seinem fünften Saisontor das zwischenzeitliche 1:0 erzielt.

In den folgenden Monaten ging es steil bergab, für die Eintracht und für Nyman. Der Schwede fiel mit einer hartnäckigen Leistenverletzung rund acht Monate aus, der Klub holte aus den verbliebenen sieben Saisonspielen nur noch drei Punkte und stieg ab.

Torgefahr hat er bereits bewiesen

Dementsprechend groß war die Euphorie, als Nyman gegen Uerdingen in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und seine Leidenszeit ein Ende hatte. Noch etwas größer ist die Erwartungshaltung an den 26-Jährigen, der nach seinem Wechsel nach Braunschweig im Sommer 2016 direkt elf Ligatore in seiner Premierensaison erzielte.

„Es ist natürlich immer gut, Erwartungen zu haben. Ich will einfach nur fit und in der Lage sein, der Mannschaft zu helfen. Das ist das größte Ziel momentan. Ich brauche noch Zeit, aber ich will dem Team natürlich sofort und gerade jetzt helfen“, sagt Nyman selbst in einem Video-Interview der Braunschweiger.

Bislang erzielte die Eintracht erst 17 Saisontore, ist damit gemeinsam mit vier anderen Teams hinter Großaspach die harmloseste Mannschaft der Liga. Nyman, insgesamt 16 Mal in der 2. Bundesliga und 35 Mal in der ersten schwedischen Liga erfolgreich, könnte ein Spieler sein, der den Unterschied ausmacht.

Der Druck auf Einsatzzeit für Nyman steigt

„Wir werden herausfinden, was genau meine Rolle sein wird“, äußerte er sich zurückhaltend über Gespräche mit André Schubert. Nach der langen Ausfalldauer sollte der zehnfache Nationalspieler eigentlich langsam aufgebaut werden. Die brisante sportliche Situation könnte seinen Trainer aber ins Grübeln bringen.

Zumal Philipp Hofmann aktuell auch nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Der Angreifer steht zwar bei fünf Saisontoren und ist als einzige Spitze im von Schubert bevorzugten 4-3-3 gesetzt, die Erwartungshaltung konnte der 25-Jährige aber noch nicht erfüllen. Dass Yari Otto in solch einer Situation vorne wegmarschiert, ist vom 19-Jährigen nicht zu erwarten.

Ob sich Nyman während der Länderspielpause näher an die erste Elf für das Spiel gegen Preußen Münster herankämpfen konnte, bleibt abzuwarten. Für eine Einwechslung ist er auf jeden Fall wieder eine ernsthafte Option.

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