Eintracht Braunschweig: Doppelspitze eine Option

Pourié-Verpflichtung eröffnet Möglichkeiten

Nick Proschwitz umringt von drei Magdeburgern.

Die Tage von Nick Proschwitz als alleiniger Sturmspitze könnten gezählt sein. ©imago images/Christian Schroedter

Mit der Verpflichtung von Marvin Pourié hat Eintracht Braunschweig die gewünschte Verstärkung für seine Offensive gefunden. Der letztjährige Torschützenkönig der 3. Liga soll der lediglich zehntbesten Offensive neues Leben einhauchen.

Für seinen neuen Trainer Marco Antwerpen birgt der Neuzugang Chance und Risiko zugleich. Pourié hat seine Torgefahr in Liga drei bekanntlich bereits bewiesen und erhöht die Qualität in der Sturmspitze, wo die Hinrunden-Ausbeute der Sommer-Neuzugänge Nick Proschwitz (vier Treffer) und Orhan Ademi (zwei Treffer) den Ansprüchen der Eintracht bislang nicht genügte.

Antwerpen als Moderator gefragt

Da im System von Antwerpen bislang lediglich ein zentraler Angreifer vorgesehen ist, der von zwei Flügelstürmern flankiert und mit Zuspielen gefüttert werden soll, hat der 48-Jährige nun eine größere Auswahl und dürfte auf den positiven Effekt eines gesunden Konkurrenzkampfes hoffen, in dem sich die drei Bewerber auf eine Position gegenseitig pushen.

Die Kehrseite der Medaille: An jedem Spieltag wird Antwerpen eine unbequeme Entscheidung treffen müssen und zwei Akteure nicht für die Startelf nominieren – wenn es beim System mit einer Spitze bleibt. Dieser Vorgang will gut moderiert sein, soll auf dem Weg zum anvisierten Aufstieg keine Unruhe in der Mannschaft entstehen. Dass speziell Pourié sich nur schwer mit dem Status eines Einwechselspielers anfreunden kann, bewiesen jüngst die Begleitumstände seines vorübergehenden Abschieds vom KSC.

Positiver Nebeneffekt

Um etwas Druck aus dem Konkurrenzkampf zu nehmen, könnte eine Umstellung auf ein System mit zwei Mittelstürmern eine Option darstellen. Dass Pourié sich damit wohlfühlt, bewies die Vorsaison an der Seite von Anton Fink mit dem bereits genannten positiven Resultat – sowohl was seine individuelle Ausbeute betrifft, als auch das Endresultat der Mannschaft.

Mit Proschwitz als klassischem Knipser und Pourié, welcher die Rolle des „laufintensiven und mitspielenden Stürmers“ – wie ihn Sportdirektor Peter Vollmann ankündigte – einnehmen kann, wäre die vorderste Front der Braunschweiger schwerer auszurechnen. Positivier Nebeneffekt: Der Druck des Toreschießens wäre so auf mehrere Schultern verteilt.

Die Zeit, um Abläufe und Laufwege abzustimmen, ist zwar kurz, aber doch vorhanden: Die Eintracht startet erst am Sonntag bei 1860 München ins Pflichtspieljahr. Da Pourié am heutigen Mittwoch erstmals am Mannschaftstraining teilnimmt, könnte eine Doppelspitze für das Duell „Löwen“ gegen „Löwen“ eine Alternative darstellen.

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