Eintracht Braunschweig: Erneuter Chancenwucher

Sturmflaute bei den Löwen

Nick Proschwitz im BTSV-Dress.

Seit sechs Partien wartet Nick Proschwitz mittlerweile auf einen Treffer. ©imago images/Joachim Sielski

Eintracht Braunschweig kann einfach nicht mehr gewinnen. Im Topspiel des Dritten gegen Tabellenführer Unterhaching kamen die Löwen nicht über ein 0:0 hinaus. Trotz teilweise hochkarätiger Möglichkeiten und – nach der gelb-roten Karte gegen Jim-Patrick Müller – rund 40 Minuten in Überzahl ließ Braunschweig einige Großchancen liegen.

„Ich stehe Woche für Woche hier und erzähle den gleichen Mist“, ließ Benjamin Kessel anschließend am Mikrofon von Magenta Sport Dampf ab. „Am Ende muss das Ding einfach rein, alles andere interessiert keinen. Mich auch nicht“, drückte sich sein Trainer Christian Flüthmann diplomatischer, aber ebenso enttäuscht aus.

Fünf Spiele, zwei Treffer

Dabei machte die Eintracht ein gutes Spiel, war die aktivere Mannschaft und versuchte nach dem Platzverweis alles, um die tiefstehenden Hachinger zu knacken. Die Möglichkeiten hierfür waren gegeben, am Ende standen aber das fünfte sieglose Spiel in Folge und ein wiederkehrendes Muster: Braunschweig hat Probleme im Abschluss.

Lediglich gegen Hansa und Halle konnten die Löwen in den letzten fünf Partien jeweils ein Mal treffen, gegen Köln, die zweite Mannschaft der Bayern und nun Haching stand die Null. Nick Proschwitz, im Vorjahr noch 14 Mal in 27 Einsätzen für Meppen erfolgreich, wartet seit Ende August auf sein viertes Saisontor. Auch der in der Schlussphase als zweite Spitze eingewechselte Orhan Ademi ist noch auf der Suche nach der Form, die ihn in den letzten beiden Spielzeiten jeweils zweistellig treffen ließ.

Mentale Aufbauarbeit nötig

Flüthmann gab zwar auch zu bedenken, dass seine Sorgen größer wären, wenn sich seine Mannschaft gar nicht erst in gute Abschlussmöglichkeiten bringen würde, die nackten Ergebnisse der letzten Wochen dürften aber auch beim 37-Jährigen die Alarmglocken schrillen lassen.

Vor der Fahrt nach Großaspach am kommenden Wochenende wird er nun in erster Linie als Psychologe tätig sein müssen. Dass Proschwitz und Ademi ihr Selbstvertrauen aus Toren ziehen, liegt in der Natur von Stürmern. An Flüthmann wird es nun liegen, seiner Mannschaft neues Selbstvertrauen einzuflößen. Denn wohin eine Negativspirale und einbrechendes Selbstvertrauen führen können, daran möchte sich bei Eintracht Braunschweig sicherlich niemand erinnern.

»Mobil wetten leicht gemacht. Jetzt kostenlose betfair App holen & bequem auf das nächste Braunschweig-Spiel tippen!