Eintracht Braunschweig: Flüthmanns Joker stechen

BTSV-Stärke der Vorsaison flammt wieder auf

Alfons Amade beim Flanken

Alfons Amade nimmt Maß: Der 19-Jährige hatte maßgeblichen Anteil am Sieg in Kaiserslautern. ©Imago images/Jan Huebner

Der Betzenberg war für Eintracht Braunschweig bisher ein eher schwieriges Pflaster. In der langen Historie der beiden Vereine gab es vor dem vergangenen Wochenende gerade einmal drei BTSV-Siege in Kaiserslautern. Das gestrige 3:0 war damit der vierte und gleichzeitig höchste Triumph der Braunschweiger bei den Roten Teufeln.

Zustande kam dieser ohne Zweifel auch etwas glücklich, da der FCK mehrere hochkarätige Chancen liegen ließ. Nichtsdestotrotz ging der Plan von Braunschweigs Trainer Christian Flüthmann auf, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte: „Wir wollten in den ersten Minuten versuchen, Kaiserslautern unter Druck zu setzen“, so der 37-Jährige, der dadurch die Lauterer Euphorie, die nach dem Pokalerfolg gegen Mainz herrschte, einzufangen versuchte.

Das gelang Braunschweig zwar, allerdings kamen die Lauterer nach der Anfangsphase durchaus zu gefährlichen Situationen, während Braunschweig auf seine Chance lauerte. Diese gab es dann, wofür sich die Einwechselspieler verantwortlich zeigten.

Braunschweig kann es von oder Bank

In der 52. Minute kam Alfons Amade zu seinem ersten Drittliga-Einsatz – und lieferte knapp 20 Minuten später eine punktgenaue Flanke auf den Kopf von Mike Feigenspan. Doch damit nicht genug: Das 2:0 besorgte Danilo Wiebe mit einem herrlichen Pass in die Schnittstelle auf Leandro Putaro, der sich vor dem Tor eiskalt zeigte – beide kamen ebenso wie Amade von der Bank. Dass Letzterer an der Aktion, die zum 3:0 führte, entscheidend beteiligt war, machte das Braunschweiger Joker-Glück perfekt.

„Ich finde, dass wir brutal effektiv waren. Die Wechsel haben heute gegriffen“, brachte Flüthmann die Partie letztlich auch treffend auf den Punkt. Für den Braunschweiger Trainer ist die Situation, hungrige Ersatzspieler in der Hinterhand zu haben, natürlich eine ideale. Zumal sich beim BTSV in dieser Hinsicht ein Muster abzeichnet: Bereits in der Saison 2018/19 hatten die Niedersachsen mit Feigenspan, Julius Düker sowie Yari Otto drei der gefährlichsten Joker der Liga in ihren Reihen.

Ob die aktuell überzeugenden Einwechselspieler Amade, Wiebe und Putaro allerdings auch im nächsten Spiel gegen Würzburg wieder von der Bank kommen, ist offen. Mit ihren Leistungen haben sie sich jedenfalls für die Startelf empfohlen.

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