Eintracht Braunschweig: Noch viel Arbeit trotz Sieg

Antwerpen-Umstellungen bringen spät Erfolg

Tobias Müller gegen Nick Proschwitz

Der Schein trügt: Selten war der BTSV gegen Chemnitz so obenauf wie hier Nick Proschwitz (r.). ©Imago images/Picture Point

Am gestrigen Samstag bestritt Eintracht Braunschweig sein erstes Spiel unter dem neuen Cheftrainer Marco Antwerpen und mit Spannung wurde erwartet, wie der Fußballlehrer die Löwen umbaut. Zumal sich Antwerpen vor dem Spiel kryptisch gab und prophezeite, es werde eine Herausforderung für den Gegner „vorherzusagen, mit welcher Aufstellung wir in die Begegnung gehen“.

Systemumstellung

Es wurde ein 4-4-2 mit einer engen Mittelfeldraute im Zentrum. Die Defensive ließ Antwerpen dabei nahezu unangetastet. Die Mittelfeldanordnung änderte sich jedoch durch die Hereinnahme von Bernd Nehrig. Patrick Kammerbauer sowie Martin Kobylanski besetzten die Halbpositionen im zentralen Mittelfeld, während Orhan Ademi als hängende Spitze Bälle festmachen sollte. Den Sturm bildeten Nick Proschwitz sowie Marcel Bär.

Zunächst zeigten die Umstellungen Wirkung, ohne dass sich der BTSV jedoch zwingende Torchancen erspielen konnte – eine Parallele zu bereits vielen Heimspielen der Löwen zuvor, genauso wie die Tatsache, dass nach dem Gegentreffer durch CFC-Stürmer Philipp Hosiner Verunsicherung herrschte bei den Braunschweigern.

Zur Pause nahm Antwerpen Korrekturen vor: Danilo Wiebe kam für Kammerbauer in die Partie und bildete fortan mit Nehrig eine Doppelsechs, Mike Feigenspan, für Ademi in die Partie gekommen, wirbelte über links, Bär rückte auf rechts, während Kobylanski hinter Proschwitz auf der „Zehn“ stand, weiterhin allerdings gerne aus der Tiefe kam.

Luft nach oben

Von dem erwarteten hohen Pressing war allerdings wenig zu sehen, eher war es der Gegner, der situativ gut gegen den Ball arbeitete. Lange Zeit sah es so nach einer Niederlage für den BTSV aus – bis Joker Feigenspan zustach. Zweimal traf der eigenwechselte Offensivmann und drehte damit die Stimmung im Eintracht-Stadion komplett.

Antwerpen jubelte ausgelassen an der Seitenlinie. Ebenso groß wie nach dem Treffer war die Freude nach dem Spiel, als der erste Heimsieg seit dem sechsten Spieltag (5:2 gegen Würzburg) zu Buche stand. Sicherlich positiv, dass die Löwen gegen Chemnitz einen Rückstand noch drehen konnten, wobei besonders das zielstrebige Auftreten nach dem 1:1-Ausgleichstreffer imponierte.

Gleichzeitig wartet allerdings noch viel Arbeit auf Antwerpen. Sportdirektor Peter Vollmann weiß den Dreier jedenfalls richtig einzuschätzen, sprach nach dem Spiel am Mikrofon des NDR von einem „schwer erkämpften Sieg“.

Am nächsten Spieltag geht es für die Löwen gegen den FSV Zwickau, der seinerseits am Samstagnachmittag mit einem 4:2 gegen Münster überzeugte – an welchen Stellschrauben Antwerpen bis dahin dreht, bleibt abzuwarten.

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