Eintracht Braunschweig: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Kaum Licht, sehr viel Schatten

Yari Otto schirmt den Ball vor Niklas Landgraf ab.

Ließ sein Talent immer wieder aufblitzen: Yari Otto. ©Imago/Christian Schroedter

Trotz massiver Fluktuation im Kader kannte Eintracht Braunschweig vor der Saison nur ein Ziel: Sofort in die 2. Bundesliga zurückkehren. Davon sind die Löwen nach der Hälfte der Runde ein gewaltiges Stück entfernt. Schlimmer, es droht gar der ungebremste Fall in die Viertklassigkeit. Hier kommt unser Zwischenfazit zum neuen Personal.

Guter Griff:

Yari Otto
Der hochveranlagte Mittelstürmer kam aus der U19 des VfL Wolfsburg zur Eintracht. Spielte eine starke Vorbereitung und sorgte mit zwei Treffern im Alleingang für den ersten Saisonsieg beim 2:0 über Jena. Durfte in elf Einsätzen nur zwei Mal über die vollen 90 Minuten spielen. Ist einer für die Zukunft, Braunschweig wird noch viel Freude an ihm haben.

Ausbaufähig:

Ivan Franjic
Kam von Regionalligist Halberstadt und erkämpfte sich einen Stammplatz im Mittelfeld. Durfte nach dem Trainerwechsel nur noch ein Mal über elf Minuten ran, nach einer weiteren Partie auf der Bank stand er nie mehr im Kader. Wurde drei Tage vor Weihnachten für eine Woche freigestellt, um Optionen für die Zukunft zu prüfen.

Mergim Fejzullahu
Nach dem Trainerwechsel war er seinen Stammplatz im Mittelfeld schnell los, stand seit Ende Oktober keine Minute mehr auf dem Feld. Bekam ebenfalls eine Freistellung unter den Weihnachtsbaum gelegt und darf sich anderweitig orientieren.

Michal Fasko
Der zentrale Mittelfeldspieler kam für ein Jahr auf Leihbasis von den Grasshoppers aus Zürich. Spielte ganze drei Minuten in der Liga und stand letztmals Ende September im Spieltagskader. Wurde ins Oberliga-Team degradiert und im Dezember auch freigestellt.

Manuel Janzer
Verpasste wegen eines Achillessehnenrisses nahezu die komplette vergangene Spielzeit in Kiel und wagte eine Klasse tiefer einen neuen Anlauf. Der gelang bisher nicht. Stand sieben Mal gar nicht erst im Spieltagskader, in sechs seiner acht Einsätze durfte er nicht länger als eine halbe Stunde ran.

Stephan Fürstner
Der 31-Jährige kam mit der Empfehlung von über 200 Zweitliga-Spielen von Union Berlin zur Eintracht. Wurde zum Kapitän ernannt und sollte die junge Mannschaft führen. In der Vorbereitung noch auffällig als Strippenzieher im Mittelfeld, war davon in der Liga nur selten etwas zu sehen.

David Sauerland
Der Rechtsverteidiger kam aus der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Erkämpfte sich seinen Platz hinten rechts, seit Schuberts Umstellung auf ein 3-4-1-2-System im rechten Mittelfeld gesetzt. Defensiv mittlerweile solide, auf dem Weg nach vorne mit Luft nach oben.

Felix Burmeister
Kehrte nach zwei Jahren aus Ungarn nach Deutschland zurück. Nicht der erhoffte Stabilisator in der Innenverteidigung. Hatte lange einen Stammplatz inne, pendelte seit Schuberts Ankunft immer zwischen Startelf und Bank. Wurde in den letzten beiden Partien jeweils erst in der 89. Minute eingewechselt.

Jonas Thorsen
Der Däne spielte sich nach seinem Wechsel aus der Heimat in der Vorbereitung im zentralen Mittelfeld fest, konnte der Mannschaft aber im Liga-Alltag keine Stabilität verleihen. Zuletzt gingen seine Einsatzminuten sukzessive nach unten, im Dezember stand er – auch verletzungsbedingt – gar nicht erst im Kader.

Leandro Putaro
In der Jugend von Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg ausgebildet, kam der 21-Jährige per Leihe aus Bielefeld. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen gemeinsam mit Onur Bulut zweitbester Scorer des Teams.

Malte Amundsen
Der dänische Linksverteidiger ist bis zum nächsten Sommer vom norwegischen Meister Rosenborg geliehen. Kommt seit der Systemumstellung nicht an Putaro vorbei, da dem 20-Jährigen die offensive Durchschlagskraft fehlt.

Lukas Kruse
War drei Monate vertragslos, ehe die Eintracht zuschlug. Löste Marcel Engelhardt zwischen den Pfosten ab, kassierte 17 Gegentreffer in acht Partien und verletzte sich beim letzten Gegentor.

Leon Bürger
Kam im letzten Spiel unter Pedersen zu seinem Drittliga-Debüt, auch Schubert setzt auf ihn. Stand drei Mal in der Startelf und wurde drei weitere Male eingewechselt. Musste sich in den letzten beiden Spielen des Jahres aber mit einem Bankplatz begnügen.

Nimmt in der Regionalliga einen neuen Anlauf: Ahmet Canbaz (l.). ©Imago/Contrast

Ahmet Canbaz
Fünf Einsätze kann der türkische U21-Nationalspieler vorweisen, es werden keine weiteren im Dress der Eintracht hinzukommen. Wurde nach einer Suspendierung im September wieder begnadigt, im Rahmen der Freistellungen zog Braunschweig aber die Reißleine und löste den Vertrag auf. Canbaz hat mit Werder Bremen II mittlerweile einen neuen Klub gefunden.

Nicht zu bewerten:

Yannik Bangsow
Kam aus der Reserve als zweiter Torhüter, nach der Verpflichtung von Lukas Kruse nur noch die Nummer drei. Saß zwölf Mal auf der Bank ohne eingesetzt zu werden, spielt dafür regelmäßig in der Oberliga.

Nick Otto
Kam im Doppelpack mit seinem Zwillingsbruder Yari aus Wolfsburg. Der Innenverteidiger ist Stammspieler in Braunschweigs Oberliga-Mannschaft und wartet noch auf seine erste Kadernominierung in der 3. Liga.

Samuel Abifade
Kam aus der hauseigenen U19, sammelt Spielpraxis aber ausnahmslos in der zweiten Mannschaft. In der Oberliga mit drei Vorlagen in elf Auftritten.

Ayodele Adetula
Nach seiner Beförderung aus der U19 schnupperte er am ersten Spieltag Drittliga-Luft, bislang blieb es aber bei zwei Einsatzminuten. Schießt in der Zwischenzeit die Oberliga kurz und klein: Neun Treffer und acht Assists hat der Flügelstürmer nach zwölf Spieltagen bereits gesammelt.

Jan-Lukas Funke
Teilt das Schicksal der anderen U19-Eintrachtler, die hochgezogen wurden: Ist noch ohne Einsatz in der 3. Liga und läuft regelmäßig für die zweite Mannschaft auf. Dort ist der Linksverteidiger aber gesetzt.

Roman Birjukov
Seit Kruses Ankunft nur noch Torhüter Nummer vier, kassierte bei der zweiten Mannschaft bereits 17 Gegentore in neun Einsätzen.

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