Energie Cottbus: Doppelpass mit Hertha BSC kein Tabu

Wollitz-Pläne für eine Partnerschaft

Pele Wollitz an der Seitenlinie

Hofft auf Kooperation mit Hertha BSC: Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz. ©Imago/Steffen Beyer

Bei Energie Cottbus strebt Trainer Claus-Dieter Wollitz eine Intensivierung der Kontakte zu Bundesligist Hertha BSC an. Trotz der Animositäten zwischen den Fan-Lagern beider Klubs ist eine strategische Partnerschaft beider Klubs besonders im Bereich des Spieleraustausches die Wunschvorstellung des Coaches.

Die Perspektive der Spieler beider Mannschaften ist entscheidend. (Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz)

Die beinahe traditionelle Konkurrenz der beiden „Nachbarn“ stellt Wollitz bei seinen Gedankenspielen zurück. „Da ist nicht die Rivalität, sondern die Perspektive der Spieler beider Mannschaften entscheidend“, sagte der 52-Jährige in der Lausitzer Rundschau.

Er habe bereits in den vergangenen beiden Jahren entsprechende Verbindungen zu Hertha versucht zu knüpfen, berichtete Wollitz weiter: „Möglicherweise kann man intern etwas aufbauen. Das wäre meine Vision.“

Energie als Berliner Farmteam

Bei einer Umsetzung der Pläne würde Cottbus praktisch ein sogenanntes Farmteam der Hertha werden. Erst zuletzt hätte Berlin den Lausitzern schon zwei allerdings nicht in die Energie-Planungen passende U23-Spieler aus seiner Regionalliga-Mannschaft angeboten, verriet Wollitz. Umgekehrt könne er sich vorstellen, die eigenen Talente vorübergehend bei Hertha statt anderen Spitzenvereinen Erfahrungen sammeln zu lassen oder wenigstens wochenweise mittrainieren zu lassen.

Kooperationen zwischen Drittligisten und Bundesliga-Klubs sind als Modell immer wieder ein Thema. Erst vor wenigen Wochen waren wiederholte Überlegungen von Pokalsieger Eintracht Frankfurt zu einer Partnerschaft mit dem SV Wehen Wiesbaden an die Öffentlichkeit gelangt.

In Cottbus möchte Wollitz jedenfalls den entstandenen Gesprächsstrang mit Berlin nicht mehr abreißen lassen und zur konkreteren Erörterung seiner Überlegungen nutzen. Daraus könne etwas werden, meinte der frühere Hertha-Profi: „Das wäre ein Traum von mir.“

Gelegenheit zur Vertiefung der Thematik bieten sich womöglich in den Verhandlungen des Aufsteigers mit der „alten Dame“ über eine Verpflichtung für das Saisoneröffnungsspiel kurz vor dem ersten Drittliga-Spieltag. Ein Hertha-Auftritt bei der Energie-Generalprobe – als Termin ist der 21. Juli im Gespräch – scheitert bisher jedoch an den zu hohen Forderungen des Hauptstadt-Vereins für seine Antrittsgage.

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