Energie Cottbus: Nachverpflichtungen bringen den Sieg

Traum-Comeback für Rangelov

Dimitar Rangelov krönte sein Comeback für Cottbus mit dem Siegtreffer.

Erzielte gegen Jena sein 32. Tor für Energie Cottbus: Dimitar Rangelov (m.). ©Imago/Matthias Koch

Unter der Woche riss bei Claus-Dieter Wollitz der Geduldsfaden. Nach vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Partien kündigte der Trainer von Energie Cottbus an, nur noch Spieler aufzustellen, die mit der schwierigen sportlichen Situation umgehen können.

Diese Entscheidung spülte beim 2:1-Sieg über Jena am Samstag die beiden Nachverpflichtungen Fabian Holthaus und Dimitar Rangelov erstmals in die Startelf. Für den Bulgaren Rangelov war es gar der erste Einsatz, seit er am vergangenen Wochenende zum insgesamt dritten Mal in Cottbus anheuerte.

Holthaus‘ Standards sind eine Waffe

Die zwei Neuen fügten sich gut ein und hatten ihren Anteil daran, dass Cottbus mindestens bis Sonntag die Abstiegsplätze verlassen konnte. Linksverteidiger Holthaus, bei seiner Einwechslung gegen Fortuna Köln vor einer Woche noch im Mittelfeld eingesetzt, startete auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger.

Defensiv hat der 23-Jährige definitiv noch Luft nach oben, die Abstimmung mit seinen Nebenleuten kann in der Kürze der Zeit aber auch nicht vorhanden sein. Offensiv übernahm er Verantwortung bei zahlreichen Standards, vor allem seine Eckbälle sorgten immer wieder für Gefahr.

Wichtig ist der Sieg, perfekter Einstand hin oder her. (Claus-Dieter Wollitz)

Einer dieser Eckstöße führte zur Führung durch Kapitän Marc Stein. Direkt nach dem Seitenwechsel konnte Rangelov beweisen, dass er auch nach fast einem halben Jahr ohne Pflichtspieleinsatz seinen Torriecher nicht verloren hat und auf 2:0 erhöhen.

„Das Tor ist schön, aber noch schöner sind die drei Punkte“, sagte der Rückkehrer anschließend dem MDR. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel schlug sein Trainer in die gleiche Kerbe. „Wichtig ist der Sieg, perfekter Einstand hin oder her“, so Wollitz, der ein wenig überraschend seinen Toptorjäger Streli Mamba nur auf die Bank setzte.

Startelf-Kandidaten gegen den FCK

„Ich wollte ihn nicht von der Bank aus bringen, dann bekommt er ja keinen Rhythmus“, erläuterte er seine Gründe für das Rangelovs Startelf-Debüt. „Vor allem was die jungen Spieler angeht, kann er sehr, sehr wichtig sein“, schob er hinterher.

Am kommenden Wochenende muss Cottbus in Kaiserslautern ran. Gut möglich, dass Holthaus und Rangelov dann erneut eine Option für die erste Elf sind. Vor allem die Erfahrung des Bulgaren könnte auf dem hitzigen Betzenberg ein Faustpfand sein.

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